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Jugendbuch

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Schlusstakt von Arno Strobel

25. August 2015

Autor: Arno Strobel

Verlag: Loewe

Erscheinungsjahr: 2015

Format: ebook

Seiten: 240

Vicky’s Traum ist zum greifen nah: Bei einer neuen Castingshow hat sie es in die letzte Runde vor den Liveshows geschafft. Diese findet auf einer abgelegenen Südsee-Insel statt. Jetzt hat sie die Chance auf zwei Millionen Euro und einen Plattenvertrag. Aber die Castingrunde ist nicht nur hart, sondern tödlich. Vicky’s Mitbewohnerin Carolin wird tot am Strand gefunden - erschlagen.

(c) Loewe

(c) Loewe

Wer unter ihnen ist zu so etwas fähig? Ein Kandidat oder die Jury?

Meinung

Schreibstil

Arno Strobel schreibt klar, in einfachen, kurzen Sätzen und sehr unkompliziert. Er passt sich also ideal an das Genre des Jugendbuches an. Die Beschreibungen des Settings war gut gelungen. Für mich war es der erste Strobel und ich denke, es wäre besser gewesen, wenn ich nicht direkt als erstes eines der Jugendbücher von ihm gelesen hätte.

Charaktere und Geschichte

Alles in allem konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Wir landen in einem, ich würde sagen Abklatsch gewisser Castingshows auf RTL und Co, mit einer Jury die wohl das ganze etwas durch den Kakao ziehen soll. Vicky macht bei dieser Show mit, was mir schon von Beginn an unbeschreiblich ist. Denn der Vertrag den sie und die anderen Teilnehmer vor der dritten Runde auf der einsamen Insel unterzeichnen müssen, ist der schlimmste Knebelvertrag, den es je gab und sowohl ihre Eltern als auch ein Anwalt raten ihr ab. Dennoch steigt sie in den Flieger…da denk ich mir schon, Kind bist du naiv. Die Protagonisten waren mir auch alle eher nicht so sympathisch, selbst mit Vicky konnte ich nicht warm werden, eben weil sie so naiv war obwohl sie neben Maike und Caroline noch die einzig menschliche war. Ingesamt waren die Charaktere aber sehr blass und oberflächlich und von manchen erfuhr man Hintergründe, die es nicht gebraucht hätten, manche spielten eigentlich überhaupt keine Rolle in der Geschichte und wirkten für mich irgendwie fehl am Platz. Die Jury waren bis auf eine allesamt große A…, die sich einfach nur unverschämt und menschenverachtend aufführten, was im Konzept der Show dazu beitragen soll, die Teilnehmer auf das harte Showbiz vorzubereiten. Ingesamt fand ich das etwas zu überzogen.

Die Geschichte selbst folgt zwar einem logischen Aufbau, Spannung kam aber keine auf. Die Show, die Ungeheuerlichkeiten der Jury und ein paar nebensächliche Handlungsstränge sorgten dafür, dass alles eher vor sich hindümpelte. Die kursiven Einschübe im Kapitel geben für mich leider auch bis zum Ende keinen Sinn, sie wären nicht nötig gewesen. Stattdessen wäre eine kleine Abschweifung vom Täter, etwas mehr Wirrungen, für mehr Spannung besser gewesen. Das Ende fand ich dann auch ingesamt etwas unbefriedigend, wenn ich auch gut finde, wie sich Maike und Vicky entscheiden.

Fazit

Mich konnte Arno Strobel mit Schlusstakt leider nicht überzeugen. Zu gute Halten muss ich dem aber, dass ich ja auch kein Jugendlicher mit 14+ Jahren bin. Mir war die Geschichte einfach etwas zu plump, die Charaktere zu oberflächlich und es fehlte an Spannung. Einen Pluspunkt gibt es aber für die gute Beschreibung des Settings und den klaren Schreibstil. Weshalb ich den Erwachsenen-Thrillern von Strobel auf jeden Fall eine Chance geben werde.

2herzen

Weitere Meinungen:

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Autor:

Arno Strobel wurde 1962 in Saarlouis geboren. Er hat einen bunt gemischten Werdegang von Hauptschule über Ausbildung im Handwerk bis zu Bundeswehr und einem Studium der IT. Wenn er nicht schreibt arbeitet er bei einer Bank in Luxembourg, wo er für das Change Management tätig ist. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Ein Sommer und vier Tage - Adriana Popescu

8. August 2015

 

Autorin: Adriana Popescu

Verlag: Cbj

Seiten: 315

Erscheinungsjahr: 2015

Format: Paperback

Preis: [D] 12,99 € [A] 13,40 € [C] 17,90 €

inhalt3

(c) cbj

 

Die 16-jährige Paula würde sich gerne mal so richtig verknallen. Ihr wohlbehütetes Leben geht ihr manchmal ziemlich auf die Nerven. Immer nur lernen, dann Karriere machen. Und das soll alles sein? Viel lieber würde Paula ferne Länder bereisen, ein Abenteuer erleben und sich richtig verlieben. Während der Busfahrt in ein Sommerferienlager in Amalfi, wird sie versehentlich an einer norditalienischen Raststätte zurückgelassen. Ausgerechnet mit dem süßesten Typen der Gruppe. Sie nutzt diese Chance und verbringt mit ihm ein paar wundervolle Tage bei einer Reise quer durch Italien.

„Menschen sollten dieses eine Abenteuer erleben, das einem auf ewig im Gedächtnis bleibt und einen sich lebendig fühlen lässt, immer dann, wenn man sich klein und unbedeutend vorkommt.“ (S. 10)

Meinung

Nachdem ich mich ja schon mehrfach über den Schreibstil von Adriana ausgelassen (Lieblingsmomente, Lieblingsgefühle, Versehentlich Verliebt) habe, fasse ich mich mal kurz - es war wie immer wundervoll!

Und auch das Buch war wie immer wundervoll. Adriana schafft es einfach immer wieder, mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, mein Herz fröhlich hüpfen zu lassen und mich gleichzeitig nachdenklich zu stimmen und mich zum Träumen anzuregen. So auch wieder mit ihren zwei so wunderbar liebenswerten, authentischen Charakteren Paula und Lewis. Beide habe ich in mein Herz geschlossen und werde sie wie alle bisherigen Charaktere von Adriana sehr vermissen. Es ist einfach immer wieder erstaunlich, wie real die Protagonisten und ihre Sehnsüchte und Träume sind, wie sehr ich mich mit den weiblichen Protagonistinnen, wie auch Paula, identifizieren kann.

(c) cbj

Gemeinsam mit Paula und Lewis, der ein wahrer Gentleman ist und schon einen harten Schicksalsschlag hinter sich hat, erleben wir einen Sommer und vier Tage voller Hoffnungen, Träume, Lieblingsmomenten und Schmetterlingen im Bauch. Ein paar Tage voller Abenteuer, unüberlegten Sachen, in denen die beiden einfach ihren Herzen folgen und ihr Leben leben. Dabei ist Paula eigentlich jemand, der eher schüchtern ist, einem festgelegtem Plan folgt, nicht ihre Träume auslebt, kaum rumkommt und immer alles organisiert braucht. Lewis hingegen lebt sein Leben, er findet, man muss ich auch einfach mal gehen lassen und darf nicht immer alles fest vorausplanen. Paula war mir dabei auch wegen ihrer Liebe zu Büchern und Lewis wegen seiner Liebe zur Musik sehr sympathisch. Lewis schafft es, Paula endlich mal zu zeigen, was es heißt für sich einzustehen und einfach mal seinem Herzen zu folgen.

„Musik ist der Herzschlag des Lebens. Es spielt keine Rolle in welcher Form sie vorgetragen wird.“ (S. 104)

Die Reise durch Italien hat mich gut unterhalten und mich auf einer rosaroten Wattewolke dahin schweben lassen. Auch das Ende fand ich einfach nur hervorragend sowohl das endgültige als auch das in Italien. Es lässt so viel Spielraum um seine Gedanken einfach noch ein bisschen weiter wandern zu lassen und den Sommer von Paula und Lewis nach den eigenen Vorstellungen weiter gehen zu lassen.

(c) cbj

Adriana kann definitiv auch Jugendbuch. In den bisherigen Büchern erleben wir das erste Kennen lernen zwar schon, aber nicht das erste Kennen lernen überhaupt. Paula und Lewis erfahren den Zauber der ersten großen Liebe, die wir wahrscheinlich alle niemals vergessen werden und die uns, ob bewusst oder unterbewusst, immer prägt.

„Du hast meine Geschichte verändert, Lewis. Wir sind mehr als Namen an einer Wand. Das hast du selbst gesagt. Wir schreiben eine Geschichte. Unsere Geschichte.“ (S. 185)

Fazit

Adriana konnte mich auch mit ihrem ersten Jugendbuch vollkommen überzeugen. Ich hoffe sehr, noch mehr von Paula und Lewis zu lesen und vermisse die beiden jetzt schon. Auch hier schaffte sie es wieder, mich Träumen zu lassen und mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Gemeinsam mit den beiden liebenswerten, authentischen Protagonisten hat sie mich auf einen abenteuerlichen und unvergesslichen Tripp durch Italien mitgenommen und diesen Zauber der ersten großen Liebe spüren lassen. Ein Must-Read für diesen Sommer.

5herzen

Die Autorin:

Adriana Popescu, geboren 1980 in München. Lieblingsmomente war ihr erster konventionell verlegter Roman. Vorher war sie als Drehbuchautorin fur das Deutsche Fernsehen tätig und anschließend als freie Autorin für unterschiedliche Zeitungen, Zeitschriften, Onlineportale und Cityblogs. Neben dem Schreiben liebt sie das Fotografieren, wie man finde ich unschwer erkennen kann im Roman Lieblingsmomente und das singt gerne laut zu Liedern im Radio mit. Im Dezember 2012 erschien ihr als E-Book selbstverlegter Roman Versehentlich verliebt, welches ein großer Überraschungserfolg war. Zum Buch Lieblingsmomente gibt es auch ein kleines E-Book, Tristans Moment. Der Nachfolger ist Lieblingsgefühle. Weitere Werke sind Ein Tag und zwei Leben, das es in mittlerweile sechs Episoden gibt sowie Liebe hoch 5 und 5 Tage liebe.

Rezensionen/Reviews

[Rezension] #Skandal - Sarah Ockler

29. Juli 2015

Autorin: Sarah Ockler

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: CBT

Seiten 416

Format: eBook

Originaltitel: Scandal

Originalverlag: Simon Schuster

Preis: [D] 13,99 € [CH] 17,00 €

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(c) cbt

(c) cbt

Man nehmen ein paar nackte Jungs mit Elfenflügeln und verbotene Küsse und erhält einen handfesten Party-Skandal. Lucy willigt ein, anstelle ihrer besten Freundin zum Abschlussball zu gehen und sie weiß jetzt schon, das es anstrengend wird. Denn sie muss mit Cole dorthin, Ellies Freund und ihr geheimer Schwarm seit Jahren. Und es passiert - Lucy und Cole küssen sich. Aber bevor Lucy mit Ellie sprechen kann, tauchen Beweisfotos auf ihrer Facebook-Chronik auf, neben zahlreichen anderen. Ein Shitstorm bricht über sie herein. Wer steckt hinter dieser Intrige und wie soll Lucy da nur wieder heraus kommen?

Meinung

Schreibstil

Der Schreibstil war zwar literarisch nicht bewegend, aber das erwartet man bei einem solchen Buch auch nicht. Er war sehr jugendlich, mit viel Umgangssprache, zynisch, gespickt mit humorvollen Details und langen, aber amüsanten Schachtelsätzen. Er war sehr authentisch und frech. Die Kapitelüberschriften zeigen schon was einen erwartet und zwischenrein lockeren Facebookposts und ähnliches immer wieder die Geschichte auf.

Charaktere und Geschichte

Die Protagonisten sind alle eher wie aus einem typisch, amerikanischen Teeniefilm, aber dennoch passend zum Buch. Einige waren ordentlich durchgeknallt, keine typischen Stereotype. Andere hingegen sehr klischeehaft und oberflächlich. Lucy, unsere Hauptperson war für mich erst sehr sympathisch und etwas schräg. Sie nennt ihren Hund „Night of the Living Dog“ und liebt es Zombieshooter zu spielen. Gegen Ende haben sich ihre Gedanken in eine Richtung entwickelt, die ich einfach nur schrecklich fand, sehr kindisch und hätte sich damit fast auf ein Niveau mit den anderen begeben. Nebenfiguren wie die Rektorin Zeff oder die Jungs und Mädels von Teuveel haben mir da besser gefallen, sie haben alle etwas eigenes in die Geschichte gebracht. Cole und ihre Schwester Jayla konnte ich am Anfang nicht wirklich leiden, sie konnten mich beide gegen Ende aber noch für sich gewinnen.

Leider konnte mich die Beziehung zwischen den einzelnen Figuren und die Umsetzung der gesamten Geschichte nicht ganz überzeugen. Mich hatte diese Beziehung zwischen Lucy und Cole und zwischen Lucy und Ellie nicht berührt oder groß mitgenommen. Da fehlte das Gefühl, die Herzklopf-Momente. Bei Ellie und Lucy hätte mehr Hintergrundwissen da sein müssen, mehr Einblick in die Vergangenheit, so kam mir der Bruch nicht schlimm vor und zugleich auch nicht konsequent genug. Die „Ermittlungen“ um die Intrigantin zu finden, die die Fotos in Lucys Account gepostet hat, waren zu lang und nicht wirklich spannend.

Das Thema selbst, Cybermobbing und die Gefahren, die mit der Anonymität im Internet einhergehen, ist hochaktuell und gut gewählt. Durch den eher Teeniefilm-mäßigen Charakter und die etwas planlose, oberflächliche Umsetzung konnte das Buch bei mir jedoch nicht ganz den lehrhaften Charakter, den es wahrscheinlich ausdrücken will, rüberbringen. Immer wieder konnte ich das Handeln oder auch Nicht-Handeln einiger Protagonisten nicht verstehen. Es fühlte sich des öfteren so an, als ob Sarah Ockler nicht genau wusste, wo sie hin möchte und wie sich das ganze entwickeln soll.

Fazit

Insgesamt kann ich #Skandal nur durchschnittlich bewerten. Es hatte einige positive Punkte und Momente, wie einige Figuren, der Schreibstil und die verrückten, kleinen Details. Auch das Thema ist gut gewählt und brisant. Aber die Umsetzung konnte mich dann nicht ganz überzeugen. Es fehlte an Klarheit, Struktur und der Tiefe und dem Ernst, die das Thema Cybermobbing verdient hätte.

3herzen

Autorin:

Zusammen mit ihrem Mann lebt Sarah Ockler in Colorado. Sie hatte einige turbulente Teenagerjahre und hat sich deshalb auf das Verfassen von Jugendbüchern spezialisiert. Für ihre Romane erhielt sie bereits zahlreiche Auszeichnungen.

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Rezensionen/Reviews

[Rezension] Amy on the summer road - Morgan Matson

19. Juli 2015

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Amy on the summer road von Morgan Matson (c) cbj

Amy on the summer road von Morgan Matson (c) cbj

Autorin: Morgan Matson

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Cbj

Format: ebook

Genre: Roman

Sprache: deutsch

Originaltitel: Amy & Roger’s Epic Detour

Originalverlag: Simon Schuster

Preis: [D] 7,99 € [CH] 9,00 €

ISBN: 978-3-641-08585-8

Amy hat sich nach dem Tod ihres Vaters vollkommen zurückgezogen. Und als ob ihr Leben nicht schon schlimm genug wäre, kommt ihre Mutter noch mit der Nachricht des bevorstehenden Umzugs. Von Kalifornien will sie nach Connecticut, um einen Neuanfang zu starten. Amy soll nachkommen..mit einem wildfremden Jungen, der das Auto fahren soll. Amy hat keine Lust darauf und ist verzweifelt, bis sie Roger sieht. Der irgendwie süß und sympathisch ist. Beide verstehen sich und sind sich schnell einig, das die Strecke, die Amy’s Mutter ausgesucht hat, viel zu langweilig ist. So begeben sie sich auf einen kleinen Abstecher, der zur Tour kreuz und quer durch Amerika wird.

Es gab gar nicht so viele Tränen, wie ich weinen wollte. Meine Stimme war zu schwach zum schreien.“ (S. 293 von 714 meine Ebook-Einstellungen)

Meinung

amyonthesummerroad

Schreibstil

Morgan Matson schreibt sehr einfach und schlicht. Als Leser sollte man nicht mit der Erwartung eines herausragenden und einzigartigen Schreibstils an das Buch gehen. Dennoch konnte sie mich von der ersten Seite an verzaubern. Die Geschichte ist aus der Sicht von Amy erzählt, dementsprechend passt der Schreibstil zu hundertprozent. Er hat etwas sehr jugendliches und bringt die Gefühle und Gedanken von Amy sehr gut rüber. Trotz der Schlichtheit schafft Morgan Matson es, durch ihre Beschreibungen der Landschaften zu beeindrucken. Sie schaffte es das Buch emotional und dennoch humorvoll zu gestalten.

Es war so viel mehr als nur ein ‚Fehlen‘. Es war Warten, ein ständiges Warten auf den Telefonanruf, der nie kam. Das Warten darauf, eine Stimme zu hören, die ich nie, nie wieder hören würde.“ (S. 626 von 714 meine Ebook-Einstellungen)

Charaktere und Geschichte

Amy hat erst vor knapp drei Monaten ihren Vater verloren. Ihr Leben ist damit komplett aus den Fugen geraten. Ihr Bruder hatte schon seit Monaten Schwierigkeiten und verarbeitet das Ganze in der Entzugsklinik. Ihre Mutter ist bereits seit einem Monat in Connecticut. Amy soll nun mit dem Auto nachkommen. Doch Amy kann seit dem Unfall nicht mehr fahren. Deshalb hat ihre Mutter Roger, den Sohn einer alten Bekannten gebeten, Amy nach Connecticut zu bringen. Denn der muss eh nach Philadelphia, was nicht all zu weit weg ist. Amy hat absolut keine Lust darauf und schon gar nicht will sie aus Raven Rocks in Kalifornien weg oder vier Tage lang mit einem Typen verbringen. Denn sie hat sich komplett in sich zurückgezogen, hat keinen Kontakt mehr zu irgendjemanden und sich an ihre Einsamkeit gewöhnt. Doch als Roger vor der Tür steht, merkt sie schnell, dass die beiden auf einer Wellenlänge sind. Gemeinsam beschließen sie, die vorbereitete Route ihrer Mutter zu ignorieren. Sie machen lieber einen kleinen Abstecher, der sich immer weiter ausdehnt.

Die Story ist zwar an sich nicht so wahnsinnig überraschend und spannend, aber Morgan Matson überzeugt mit viel Feinheiten und Gefühl und diesen zwei wundervollen Protagonisten Amy und Roger. Beide habe ich in mein Herz geschlossen und vermisse sie jetzt schon. Amy ist zu Beginn noch sehr vorsichtig, verschlossen, hat Angst, laut auszusprechen, dass ihr Vater gestorben ist. Sie verschließt sich vor der Außenwelt. Doch mit jeder Meile, die Roger und Amy zurück legen, beginnt sie ein Stück der alten Amy zu finden. Nach und nach schafft es Roger und der Road Trip, Amy lockerer werden zu lassen, und mit jeder Meile kann sie sich mehr öffnen bis sie anfängt, die Geschehnisse zu verarbeiten. Diese Entwicklung ist trotz der Schlichtheit unglaublich bewegend und ich habe mit Amy mitgelitten.

„[…] und jemand schrie und hörte nicht mehr auf. Erst als der Rettungswagen kam und ein Sanitäter mich aus dem Auto zog und mich fest an den Schultern packte und schüttelte, mekrte ich, dass ich das war.“ (S. 651 von 714 meine Ebook-Einstellungen)

Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch sehr unterhaltsam, humorvoll und begeisterte mich durch diesen epischen Road Trip. Gemeinsam mit den beiden entdecken wir Amerika. Dabei erfahren wir allerlei Kurioses und Interessantes zu den einzelnen Staaten, die sie besuchen. Der Trip ist immer wieder durch einzigartige Aufenthalte an den verschiedensten Orten der USA unterbrochen, die nie langweilig werden. Ganz besonders schön sind die Unterbrechungen der Geschichte durch Einträge in ein Reisejournal mit Eintrittskarten, Kassenbons und Fotos, die den Road Trip der beiden dokumentieren. Zu jedem Staat schreibt Amy einen kleine Zusammenfassung und wir bekommen vor jeder neuen Station einen Einblick in die Playlisten des Trips.

Neben Roger und Amy kamen auch einige tolle Nebencharaktere vor, die allesamt ihren eigenen Charme in die Geschichte brachten. Fast jeden einzelnen von ihnen konnte ich ebenfalls in mein Herz schließen. An Amy und Roger kam aber nur noch Amy’s Dad heran. In verschiedensten Rückblicken konnten wir erfahren, was für ein wundervoller Vater und Ehemann er war, was Amy’s Verlust gleich noch tragischer werden lies.

Fazit

Morgan Matson hat mit Amy on The Summer Road ein Buch geschrieben, das sich tief in mein Herz gebrannt hat. Trotz des relativ schlichten und einfachen Schreibstils konnte sie viel Gefühl transportieren. Die Aufmachung des Buches, Amy und Roger und dieser unvergessliche Road Trip, der uns zeigt, dass das Leben weiter gehen muss, es lebenswert ist und man Gefühle nicht verstecken kann, verdienen volle fünf Herzen.

5herzen

Autorin:

Morgan Matson hat Schreiben für junge Leser an der New School in New York studiert. Ihre größte Leidenschaft sind Road-Trips quer durch die USA. Sie hat bereits drei mal die Staaten durchreist. Derzeit leb sie in Los Angeles.

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Rezensionen/Reviews

[Rezension] Das Glück wächst nicht auf Bäumen - Wendy Wunder

20. Juni 2015

Autorin: Wendy Wunder

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Goldmann

Seiten: 315

Fromat: Klappenbroschur

Originaltitel: The Museum of Intangible Things

Originalverlag: Rezorbill

Preis: [D] 14,99 € [A] 15,50 € [CH] 20,50 €

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Das Glück wächst nicht auf Bäumen von Wendy Wunder (c) Goldmann

Das Glück wächst nicht auf Bäumen von Wendy Wunder (c) Goldmann

Zoe findet, Glück kann man lernen. Auf einem wilden RoadTrip will sie ihrer besten Freundin Hannah zeigen, was das Leben schöner macht. Hannah ist eher schüchtern und fällt ungern auf. Zoe dagegen ist sehr impulsiv und temperamentvoll. Sie liebt es, unmögliche Dinge anzustellen. Die beiden sind seit Jahren die besten Freundinnen und unzertrennlich. Eines Tages verspürt Zoe den Drang, aus der winzigen Heimatstadt in New Jersey zu verschwinden und Hannah zögert nicht, und begleitet sie. Gemeinsam machen sie sich auf und lassen alles von schwierigen Eltern, entäuschten Lieben bis zu den Collegeplänen, hinter sich. Dabei zeigt Zoe Hannah in kleinen Lektionen, das sie das Leben lockerer nehmen soll und genießen soll. Doch viel Zeit bleibt ihr nicht dafür, den Zoe ist krank und jeder Tag ein Geschenk.

Meinung

Schreibstil

Am Anfang fand ich den Schreibstil erst ganz toll. Er ist auf jeden Fall etwas ganz anderes, total wirr und durcheinander. Das hat dazu geführt, dass ich nach den ersten Kapiteln nur noch verwirrt war, nicht mehr wusste, was jetzt überhaupt geschieht, was wie einzuordnen ist und wo uns das noch hinführt. Später erfahren wir jedoch etwas zu Zoe, durch das der Schreibstil für mich Rückblickend zu 100 Prozent passend ist, ebenso wie die Tatsache, das der Rote Faden fehlt. Zwischendurch habe ich mich dann daran gewöhnt, aber das muss jeder für sich entscheiden, ob er mit dem Stil klar kommen kann oder nicht.

Klappe von Das Glück wächst nicht auf Bäumen - Wendy Wunder (c) Goldmann

Charaktere und Geschichte

„Ich weiß das, weil ich es spüre. Manchmal spüre ich, was sie empfindet, so wie sie manchmal meine Gedanken lesen kann. Als wären wir siamesische Zwillinge, die an der Seele zusammengewachsen sind.“ (S. 131)

Zoe und Hannah sind seit Jahren dicke Freundinnen und halten immer zueinander. Die Geschichte wird uns aus Sicht von Hannah erzählt, für die niemand wichtiger ist als ihre Freundin und die in ihrem Leben auch viel einstecken muss. Die Details möchte ich nicht nennen, das fände ich schon gespoilert. Zoe ist wild, impulsiv und immer auf Zack, aber sie ist krank. Hannah versucht so gut es geht ihr zu helfen. Was genau Zoe hat und Details zu diesem Teil der Geschichte möchte ich auch nicht nennen, das wäre in meinen Augen ebenfalls schon ein Spoiler. Deswegen fällt es mir recht schwer, für das Buch diese Rezension zu schreiben, aber ich hoffe, es ist für euch doch einigermaßen verständlich.

Zoe und Hannah sind abwechslungsreich, äußerst authentisch und gut gezeichnet. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit keiner von beiden so richtig warm wurde. Ich fühlte mich nicht, als würde ich das alles mit ihnen erleben, wie es bei richtig guten Büchern der Fall ist, sondern eben nur, als würde ich etwas über beide lesen. Hannah war mir, vor allem im hinteren Teil der Geschichte, viel zu naiv und hat für meinen Geschmack auch grob fahrlässig gehandelt. Sie dackelt Zoe auf dem RaoadTrip nur hinterher, lässt sie lauter unsinniges, verrücktes Zeug anstellen, statt endlich einzugreifen, sie nach Hause zu bringen, damit Zoe die Hilfe bekommt, die sie benötigt, Freundschaft hin oder her. Für mich gehört zu Freundschaft auch dazu, mal etwas zu machen, dass der besten Freundin vielleicht in diesem Moment nicht gefällt und einen Knacks in die Beziehung bringt, das aber langfristig dazu dient, diese Freundin zu retten. Das hat mir wirklich überhaupt nicht zugesagt und war sehr unrealisitsch.

Buchrücken von Das Glück wächst nicht auf Bäumen - Wendy Wunder (c) Goldmann

Positiv fand ich aber mittlerweile ja den Stil des Buches und diese so unfassbar tiefgehende und auch sehr berührende Freundschaft zwischen Hannah und Zoe. Ein Band, dass nicht so leicht zerbricht. Und auch das Prinzip des Buches, dass Zoe versucht Hannah mit kleinen Lektionen beizubringen, das Leben zu leben und nicht immer nur es allen recht zu machen. Die Umsetzung und die Aktionen fand ich dann zwar zum Teil grenzwertig, dennoch waren tolle Momente dabei.

Aber der eigentliche Star des Buches ist für mich Zoe’s kleiner Bruder Noah. Zwar passiert am Ende etwas, dass nicht ganz zu seiner vorherigen Charakterbeschreibung passt, dennoch ist er für mich der beste Charakter. Er ist etwas ganz besonderes und die Art und Weise, wie Zoe mit ihm umgeht und was sie für ihn tut, ist einfach herzergreifend und ach, ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen. Das hat dem Buch wieder einen dicken Pluspunkt eingebracht.

Das Ende hat mich dann leider etwas enttäuscht. Ich fand es dann zu abrupt und ich hätte mir einfach deutlich mehr Information und Aufklärung gewünscht.

Buchcover von das Glück wächst nicht auf Bäumen - Wendy Wunder (c) Goldmann

Fazit
Wendy Wunder hat einen faszinierenden Schreibstil, der mir erst gefiel, dann für Probleme sorgte aber schließlich noch punkten konnte. Die Idee des Buches, mit den Lektionen für Hannah, ist zauberhaft. Die Umsetzung hingegen mangelte für mich und es gibt einige Punkte, die ich einfach unverständlich finde. Das Ende konnte es auch nicht rausreißen. Aber Noah und der Umgang zwischen Noah und Zoe und die tiefe Freundschaft von Hannah und Zoe sorgen, neben dem Stil, für Punkte. Deshalb kann ich Wendy Wunder für dieses Buch drei von fünf Herzen geben.

3herzen

Autorin:

Wendy Wunder, so heißt sie wirklich, ist Yogalehrerin, Schriftstellerin und verbringt viel Zeit mit ihrem Mann und ihrer Tochter Cadence. Vieles mehr erfahrt ihr auf ihrer Seite - www.wendywunderbooks.com

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Rezensionen/Reviews

[Rezension] Echt - Christoph Scheuring

31. Mai 2015

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Echt von Christoph Scheuring (c) Magellan

Autor: Christoph Scheuring

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Magellan

Seiten: 255

Format: Hardcover

Preis: [D] 14,95 €

Albert fotografiert Tag für Tag am Bahnhof - Umarmungen, Trennungen und Tränen. Albert sammelt Abschiede. Denn Abschiede sind Momente für ihn, in denen die Menschen echter und wahrhaftiger sind als jemals sonst. Bis er eines Tages Kati kennen lernt, die aussieht wie ein Engel aber gleichzeitig abgezockt und verletzlich. Und sie ist gebannt von seinen Bildern, besonders von einem ganz bestimmten. Ein Bild, dass sein Lieblingsbild ist, da auf ihm Schmerz und Glück miteinander verschmelzen. Aber Kati ist überzeugt, das Foto ist eine Lüge. Gemeinsam versuchen sie in den Tiefen des Bahnhofes die Wahrheit zu finden.

 

„Es ist nämlich so, dass ich finde, dass es keinen intensiveren Augenblick gibt als einen Abschied. Also, ich meine, so einen Abschied von einem Menschen, der einem alles bedeutet, und wo sich das Herz schon verklemmt, wenn man nur daran denkt, dass er vielleicht irgendwann nicht mehr da ist.“ (S. 13)

Meinung

Schreibstil

Ich konnte mich vom ersten Wort an in das Buch fallen lassen. Echt macht seinem Namen auch im Schreibstil alle Ehre. Denn die Geschichte wird von Albert erzählt, der 16 Jahre alt ist, und genauso ist der Schreibstil. Locker, leicht und in Umgangssprache sowie sich Jugendlich in diesem Alter eben ausdrücken. Es gab wundervolle und einzigartige Beschreibungen und gleichzeitig hat Christoph Scheuring auch eine kühle, harte Sprache verwoben, die die Situation rund um die Straßenkinder am Hamburger Hauptbahnhof nicht verschönert.

Geschichte

Albert ist 16 Jahre alt und lebt, abgesehen von der Scheidung seiner Eltern, behütet in Hamburg auf. Seine Mutter lebt in einer anderen Stadt und sein Vater ist in seine mathematischen Berechnungen vertieft und nimmt nicht all zu viel Notiz von Albert. Bisher ist das auch gut gegangen und er hatte noch nie Schwierigkeiten. Darüber, dass sein eigenartiges Hobby ihn vielleicht mal in Schwierigkeiten bringt, hatte er auch noch nie nachgedacht.

Den Albert fotografiert gerne. Und zwar Abschiede am Hauptbahnhof in Hamburg. Er verbringt Tag für Tag auf den Gleisen und beobachtet wie Menschen, die sich lieben, voneinander Abschied nehmen. Das ganze hält er auf Fotos fest.

Eines Tages trifft er dort auf Kati. Schnell kommen die beiden ins Gespräche und er ist vom ersten Moment an von ihr fasziniert und verliebt sich in sie.

„Eigentlich war ihr Gesicht wie ein See bei einem Sturm, der voller Wellen war, und dann wurde er plötzlich spiegelglatt, und das Wasser war ganz klar, sodass man bis runter zum Grund sehen konnte, und dort war dann alles algenmäßig überwachsen von Trauer.“ (S. 24)

Sie ist auch die erste, der er freiwillig seine Fotos zeigt. Bei seinem Lieblingsfoto reagiert sie jedoch ganz anders, als gedacht. Irgendwie schockiert und erstarrt. Sie ist der festen Überzeugung, dass das Bild eine Lüge ist. Gemeinsam starten sie also, die Wahrheit hinter dem Foto aufzudecken. Dabei verliert sich Albert immer mehr in die Welt der Straßenkinder und drogenabhängigen Jugendlichen am Bahnhof. Kati ist unberechenbar, haut immer wieder ab und er sucht sie jeden Tag, in der Hoffnung sie am Bahnhof wieder zu finden. Sie kommt und geht, wie es ihr passt, verabreden kann man sich mit ihr nicht. Auf der täglichen Suche lernt er Sascha und die anderen der Clique kennen. Bis er beginnt, auch ihr Leben zu dokumentieren. Die Geschichte war echt und real und ging unter die Haut. Die Jugendlichen, Drogenabhängigen und Obdachlosen wurden nicht an den Pranger gestellt, sondern die Geschichte wurde aus ihrer Sicht beleuchtet. Christoph Scheuring urteilt nicht, was er auch nicht muss, denn ich finde, die Geschehnisse und die Charaktere und ihre Erlebnisse und Zustände sprechen für sich. Die Liebe zwischen Albert und Kati webte sich dabei sachte und real ohne jeglichen Kitsch ein.

„Ich kann das gar nicht ausdrücken so richtig…dass auf den Fotos alles irgendwie zart ist und auch wieder so brutal hoffnungslos. Und dass das die Wahrheit ist…Deshalb bin ich halt traurig.“ (S. 207)

Charaktere

Albert war für mich gar nicht unbedingt der Hauptprotagonist. Er erzählt uns zwar die Geschichte, aber es ist nicht unbedingt seine Geschichte. Sein Leben und seine Gefühle und Taten waren eher am Rande quasi der Rahmen der Story. Er war dennoch ein liebenswerter, etwas eigenwilliger aber viel zu naiver Charakter. Was man mit 16 Jahren, wenn man noch keine großen Rückschläge in seinem Leben hatte, durchaus sein darf.

Echt von Christoph Scheuring, Buchseite (c) Magellan

Kati war sehr unnahbar und unberechenbar. Ich kann nicht sagen, dass ich sie sehr sympathisch fand. Aber ich konnte auf jeden Fall mitfühlen und mich in sie hineinversetzten. Die Art und Weise, wie sie oft mit Albert umging, war etwas fies. Ich konnte sie und ihr Verhalten aber oft verstehen, weil sie in ihren jungen Jahren extrem viel durchmachen musste. Solche seelischen Narben hinterlassen nunmal ihre Spuren.

Beide Charaktere waren also nicht unbedingt Vorbilder oder Sympathieträger aber sie waren ECHT. Authentisch, greifbar, aus dem Leben gegriffen. Auch die Nebencharaktere waren alle ECHT und trotz ihrer eher geringen Rolle sehr wichtig und irgendwie im Vordergrund. Besonders Sascha war sehr gut gezeichnet. Für mich waren Kati und die anderen Straßenkinder die wichtigeren Personen, denn das Buch ist eher eine Geschichte über deren Leben und deren Schicksal. Darüber, dass es Menschen gibt, die nicht behütet aufwachsen können, die keine wirkliche Kindheit haben und viel durchmachen und zum Teil ordentlich in der Scheiße stecken.

„Sie schaut mich an, trotzig und verletzt und von unten nach oben und sagte gar nichts, und ich sagte auch nichts, weil ich eben auch keine Antwort hatte auf nichts, und wenn mir überhaupt irgendwas klar war in meinem Leben, dann das: Egal, was passiert, diese Hand lässt du nie wieder los.“ (S. 255)

Fazit
Christoph Scheuring hat eine Geschichte erschaffen, die ihrem Namen alle Ehre macht - den sie war ECHT. Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt - hart und ungeschönt. Die Art und Weise, wie sie geschrieben ist, passte perfekt. Die Charaktere waren gut und ECHT gezeichnet und gaben uns Einblicke in das harte Leben der Straßenkinder. Ich muss allerdings einen Punkt abziehen, da das Ende zwar passend aber mir zu abrupt. Als hätte er nicht ganz gewusst, wie die Sache rund um das Foto enden soll, was vermutlich so gewollt war. Ich konnte dadurch aber nicht richtig mit dem Buch und der Geschichte abschließen, als wären ein paar Seiten verloren gegangen.

4herzen

Autor:

Christoph Scheurin wurde 1957 geboren und hat in seinem Leben schon viel gesehen. Für seine Arbeit als Journalist für DER SPIEGEL und DER ZEIT hat er mit den Mächtigsten am Tisch gesessen und auf der Straße gelebt. Aber seine Leidenschaft gilt den Jugendlichen, die in den Randgebieten unserer Gesellschaft leben. „Als Autor schreibt er über das Leben dort, wo es brüchig ist, wo es ausfranst, wo es wehtut. Dort, wo es interessant wird.“ (Aus dem Buch)

 

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