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Jugendbuch

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Dein eines, wildes, kostbares Leben - Jessi Kirby

1. März 2015

Autorin: Jessi Kirby

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Kosmos

Seiten: 299

Format: Hardcover

Preis: 14,99 €

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Dein eines wildes, kostbares Leben von Jessi Kirby, Buchcover (c) Kosmos

Dein eines wildes, kostbares Leben von Jessi Kirby, Buchcover (c) Kosmos

„Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden kostbaren Leben?“

Parker Frosts Englischlehrer stellt diese Frage, als sie 17 Jahre alt ist. Und hab diesem Zeitpunkt steht Parker vor einem Dilemma. Sie weiß, was man von ihr erwartet - lernen, gute Noten schreiben und ihr Medizinstudium in Stanford beginnen. Mit dem Stipendium, das zu Ehren von Julianne und Shane eingerichtet wurde, die zehn Jahre zu vor bei einem Autounfall ums Leben kamen. Aber sie weiß nicht mehr, ob sie das auch wirklich will.

Meinung
Schreibstil

Der Schreibstil von Jessi Kirby ist sehr einfach aber flüssig. Leider glaube ich, hat dieses Buch bei der Übersetzung etwas an Tiefe verloren und der eine oder andere grammatikalische Fehler hat sich eingeschlichen. Durch die leichte Art zu schreiben und die Verbindung zu Robert Frost, dessen Zitate nicht nur die Namen der Kapitel sind sonder auch immer wieder in die Handlung einfließen, gewinnt das Buch aber wieder deutlich dazu und konnte mich von der ersten Seite an mitziehen.

Charaktere und Geschichte

Parker Frost ist 17 Jahre alt, macht, was von ihr erwartet wird, ist eher schüchterner und hat lieber alles vorausgeplant, statt mal etwas zu wagen. Kat, ihre beste Freundin, ist das genaue Gegenteil. Sie hat keinen große Plan von ihrer Zukunft und ihr Lebensmotto ist Carpe Diem. Sie nimmt Gelegenheiten war und lebt das Leben und versucht Parker immer wieder dazu zu bringen, sich auch einmal gehen zu lassen.

„Sie meinte, ich solle etwas Unerwartetes tun, woran ich mich später erinnern könnte. Eine Erfahrung anstelle eines Ziels.“ (S. 37)

Beide sind sehr liebenswürdige und gut gezeichnete Charaktere, denen es zwar etwas an Tiefe fehlt, was aber passend ist, da sie beide kurz vor ihrem Abschluss stehen und ihren Weg und sich erst noch finden müssen.

Und darum geht es auch in diesem Buch. Darum, sich selbst zu finden und zu entscheiden, was man nun mit seinem einen Leben anfangen will. Dabei geht Parker immer den vorhersehbaren Weg, bis sie eines Tages an das Tagebuch von Julianna kommt und beginnt darin zu lesen. Denn ihr scheinbar perfektes Leben und ihre perfekte Beziehung zu Shane, scheint auf einmal ganz anders. Parker beginnt, endlich einmal von ihrem bestimmten Weg abzuweichen und versucht herauszufinden, was damals, in der Nacht des Unfalles wirklich geschah. Dabei erleben wir eine Reise durch die Vergangenheit von Julianna die gleichzeitig zu einer Reise von Parker wird, bei der sie sich selbst ein Stück findet und darauf stößt, was sie wirklich mit ihrem einen, wilden, kostbaren Leben anfangen will.

Die Geschichte wird aus Parkers Sicht erzählt und wird immer wieder von den Tagebucheinträgen von Julianna unterbrochen. Das hat die Geschichte aufgelockert, ihr etwas Tiefe verliehen und auch etwas Spannung. Zugleich konnte man sowohl Julianna als auch Parker näher kennen lernen und einen Teil ihres wahren Ichs und ihrer großen Träume erkennen. Denn die Geschichte ist auch die Suche nach Träumen, eine Geschichte die davon handelt, was es bedeutet Entscheidungen zu treffen, egal ob diese gut oder schlecht sind, und zu ihnen zu stehen. Insgesamt war sie zwar etwas vorhersehbar aber dennoch hat sie mich gut unterhalten und verzaubert und mich über meine Träume und die Frage, was ich mit meinem einen, kostbaren, wilden Leben anstellen will nachdenken lassen.

„Das Leben besteht aus vielen flüchtigen Momenten. Und aus Entscheidungen. Nicht alle sind wichtig oder von dauerhafter Bedeutung. […] Dann gibt es diese andere Art von Moment. Die, in der unsere Entscheidungen die Dinge unwiderruflich ändert“ (S. 7)

FazitEin einfach geschriebene, aber dennoch berührende und mit Robert Frost Zitaten gespickte Geschichte von der Suche nach den eigenen Träumen, dem eigenen Ich und dem eigenen Weg. Mit liebenswerten Charakteren, leicht vorhersehbar aber dennoch berührend un verzaubernd. Mit kleinen Abstrichen und dem Ende, dass mir doch etwas zu sehr Klischee und oberflächlich war, kann ich diesem Buch verdiente vier Herzen geben.

4herzen

Autorin:

Jessi Kirby wuchs in Kalifornien auf. Nach der High School studierte sie in San Luis Obispo Englisch und arbeitet anschließend als Lehrerin und Bibliothekarin. Bereits 2011 veröffentlichte sie ihr Debüt „Moonglass“. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Crystal Cove.

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Das unerhörte Leben des Alex Woods - Gawin Extence

15. Februar 2015

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Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat - Gawin Extence (c) Limes

Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat - Gawin Extence (c) Limes

Alex Woods, 10 Jahre alt, hatte einen nicht ganz konventionellen Start ins Leben. Mit seiner hellseherisch begabten Mutter macht er sich bei seinen Mitschülerin auch nicht sonderlich beliebt. Alex weiß außerdem, dass selbst die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können und er trägt Narben, die das beweisen. Aber er weiß noch nicht, das der alte, übellaunige, zurückgezogen lebende Mr. Peterson ein Freund, wenn auch ein ungleicher, werden wird. Einer, der im sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und deshalb immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen muss. Das ist auch der Grund, warum sich Alex einigermaßen sicher ist, das Richtige getan zu haben, als er fünf Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird.

„Es sah ganz so aus, als ob ich in einem überdimensionalen Haufen Scheiße hockte.“ (S. 8)

Meinung

Schreibstil

Das Buch ist aus der Perspektive von Alex geschrieben, Lex, wie in seine Mutter nennt. Er erzählt uns seine Geschichte, in seiner schlichten, jugendlichen Sprache. Dem Buch fehlt es dadurch aber nicht an Tiefe und Emotionen. Besonders gefallen hat mir der typische, trockene, englische Humor, der das ernste Thema, das sich im Buch erst recht spät einstellt, humorvoll und dennoch ernsthaft erzählt.

„Ich will Ihnen meine Geschichte erzählen, die ganze Geschichte, in der Art und Weise, wie sei meiner Meinung nach erzählt werden sollte.“ (S. 16)

Charaktere

Der wohl wichtigste Protagonist ist Alex Woods, zu Beginn 10 Jahre alt, als er von einem Meteoriten am Kopf getroffen wird, ins Komma fällt und anschließend an Temporallappenepilepsie leidet.

„Dein Meteorit wiegt etwas mehr als zwei Komma drei Kilogramm und flog mit einer Geschwindigkeit von fast dreihundertzwanzig Kilometern pro Stunde, als er auf euer Haus prallte. Es ist ein absolutes Wunder, Alex, dass du noch hier bist.“ (S. 29)

Alex achtet daher auf seine Gesundheit und meditiert regelmäßig. Er ist alles andere als ein typischer Junge. Durch seinen Unfall ist er, was das Grundschulwissen anbelangt, total zurückgeblieben, kennt sich dafür hervorragend mit Meteoriten und allem was dazugehört und dem Gehirn aus. Deswegen will er auch entweder Neurologe oder Astrophysiker werden. Er ist skurril, neugierig, ein kleiner Klugscheißer aber er hat ein großes Herz und versucht immer das Richtige zu tun, egal was andere davon halten.

Unser zweiter wichtiger Protagonist ist Mr. Isaac Peterson. Er ist Kriegsveterinär, hat seine Frau schon vor ein paar Jahren verloren und keine Kinder. Ein typischer, alleinstehender, älterer Zeitgenosse, der immer knurrig und schlecht gelaunt ist. Tief drinnen hat er aber ein ebenso großes Herz wie Alex und wird ein guter Freund und eine wichtige Bezugsperson für ihn.

Geschichte

Von der Geschichte selbst möchte ich nicht mehr verraten, als das was bei den Charakteren und der Inhaltsangabe schon steht. Denn alles andere würde schon viel zu viel preisgeben. Alex erzählt uns mit seinem trockenen, britischen Humor und vor allem den von Mr. Peterson, seine Geschichte. Er ist oft naiv aber auch besserwisserisch, mal erzählt er, als wäre er noch ein kleines Kind, dann wieder, als wäre er viel älter und erwachsener, als er es in Wahrheit ist. Ziemlich spät im Buch stößt man als Leser auf das eigentliche Thema des Buches, das sehr ernst und in der Gesellschaft kontrovers diskutiert ist. Dennoch schafft es Gawin Extence das Buch stets locker und leicht zu halten und brachte mich gleichzeitig zum Nachdenken.

„Ich dachte an Architektur und an die wunderschönen Dinge, die Menschen erschaffen hatten. ich dachte an London und das Naturhistorische Museum, an Charles Darwin und an die Theorie von Allem. Ich dachte an die Zukunft.“ (S, 311)

Fazit

Zwischenzeitlich fand ich das Buch etwas lang, was wohl besonders daran lag, dass das für mich wichtigste Thema des Buches erst so spät aufkam und Alex beim Erzählen auch gerne mal abschweift. Alles in allem war das Buch aber humorvoll mit sehr starken Charakteren, die, wie ich finde, das Besondere an der Geschichte sind. Gespickt mit englischem Humor konnte mich das Buch nicht nur zum Nachdenken sondern auch zum Schmunzeln bringen und erhält vier von fünf Herzen.

4herzenInfos zum Buch:

Titel: Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

Autor: Gawin Extence

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Limes

Seiten: 316

Format: ebook

Originaltitel: Alex Woods VS The Universe

Autor:

Gawin Extence wurde 1982 geboren und wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire auf. Dort verbrachte er seine Kindheit in einem kleinen Dorf namens Swineshead und machte eine kurze, aber glanzvolle Karriere als Schachspieler. Er nahm an zahlreichen nationalen Turnieren teil und reiste sogar nach Moskau und St. Petersburg. Dort maß er sich mit den besten jungen Schachspielern Russlands und gewann nur ein Spiel. „Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat“ ist sein Debütroman und war in Großbritannien bereits ein großer Erfolg.

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Tintentod (3) - Cornelia Funke

4. Januar 2015

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Tintentod von Cornelia Funke (c) Dressler

Weil er so passend und schön ist, gibt es diesemal den Original-Klappentext. Der ist nämlich ein Zitat, das ich sowieso in die Rezension einbauen wollte.

„‚Meggie‘, sagte Fengolio leise, ‚wir beide wissen, dass dein Vater nicht wegen meiner Lieder der Eichelhäher ist. Dein Vater ist wie der Schwarze Prinz - er fühlt mit den Schwachen. Das habe nicht ich ihm ins Herz geschrieben, das war schon immer dort. Vielleicht hast du recht. Vielleicht verändert diese Geschichte ihn, aber er verändert auch die Geschichte.“

Tintentod

Meinung

Nachdem ich ja bereits Band eins und Band zwei rezensiert habe, gibt es zu Band drei heute nur eine Kurzrezension. Denn alles, was ich zum Schreibstil, zur Idee an sich und zu den Charakteren sagen konnte, habe ich ja schon gesagt.

Der Schreibstil hatte mich auch hier wieder von Beginn an eingenommen. Ich bin fast etwas traurig, dass die Reihe nun ein Ende hat und kann mir gut vorstellen, dass ich sie irgendwann noch einmal lesen werden. Es hat riesigen Spaß gemacht, in die Tintenwelt einzutauchen. Es war spannend, lustig, abenteuerlich und emotional.

Tintentod von Cornelia Funke, Buchrückseite (c) Dressler

In der Tintenwelt habe ich so viele tolle, individuelle Charaktere kennengelernt. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass keiner durch und durch gut oder böse war, sonder alle Charaktere sehr vielschichtig mit Stärken, Schwächen, guten und schlechten Seiten ausgestattet waren. Das hat sie richtig greifbar und authentisch gemacht. Auch in Tintentod war Staubfinger einer meiner Favoriten und dass, obwohl ich ihn in Band eins noch nicht so wirklich mochte. Aber insgesamt konnte ich jedem etwas abgewinnen, denn jeder war auf seine Art und Weise faszinierend. Selbst die bösen wie den Natternkopf oder Orpheus mochte ich. Nicht die Personen an sich, aber die Art, wie sie alle dargestellte wurden. Besonders gefallen hat mir die Art und Weise, wie sich Jacobo weiterentwickelt hat. Und so einen Glasmann hätte ich ja selber gerne.

Fazit

Der dritte Band der Tintenwelt lässt uns nochmals ein langes und packendes Abenteuer bestreiten. Gemeinsam mit Resa, Meggie, den Räubern rund um den schwarzen Prinzen, Violante und Jacobo und all den anderen Bewohnern der Tintenwelt. Allerdings waren auch hier, wie bereits in Band zwei, ein paar lange Stellen dabei. Deshalb gebe ich vier von fünf Herzen für diesen tollen Abschluss einer einzigartigen und wunderbaren Trilogie.

„Woraus sind wir gemacht? Resa, ich Mo und das Kind, das kommen wird. Sie wusste die Antwort nicht mehr. Hatte sie sie je gewusst.?“ (S. 52)

4herzenInfos zum Buch:

Autorin: Cornelia Funke

Verlag: Dressler

Erscheinungsjahr: 2007

Seiten: 739

Format: Hardcover

Autorin

Cornelia Funke, 1958 in Dorsten geboren, ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre fantastsichen Geschichten sind auch international, mit einer Gesamtauflage von 20 Millionen Büchern in 37 Sprachen, erfolgreich. Cornelia Funke absolvierte zunächste eine Ausbildung zur Diplompädagogin und arbeitete als Erzieherin. Parallel zu ihrer Arbeit studierte sie Buchillustration. Dadurch kam sie selber zum Schreiben und begann unter anderem mit den Drehbüchern zu Siebenstein. Mit Herr der Diebe erfolgte 2002 ihr internationaler Durchbruch. Seit dem hat Cornelia Funke zahlreiche Bücher und Werke erschaffen, die nicht nur die Kinder und Jugend sondern auch Erwachsene verzaubern.

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Rache wird kalt serviert - Jasmin DE

1. Januar 2015

 

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Rache wird kalt serviert von Jasmin De

Mit nur fünf Jahren musste Luna miterleben, wie ihre Eltern eiskalt ermordet werden. Von diesem Tag an schwor sie sich, Rache zu nehmen. Alles was sich ihr dabei in den weg stellt, beseitigt sie gnadenlos. Endlich ist sie ihrem Ziel so nah, wie niemals zuvor, da kommt ihr ein Mann in die Quere, mit dem Auftrag, Luna umzubringen. Doch ein Kuss ändert alles. Der Hass verbindet die Killermaschienen. Doch Hass ist ein leidenschaftliches Gefühl. Was siegt, der Hass oder die Leidenschaft?Rache-wird-kalt-serviert

Meinung

Schreibstil

Der Schreibstil ist recht einfach und umgangssprachlich aber auch sehr rasant. Für eine so junge Debütautorin bietet er schon viel Potenzial. Allerdings haben sich immer mal wieder kleine Satzbaufehler oder Wiederholungen eingeschlichen und der Bruch zwischen manchen Szenen war etwas hart. Das Buch ist meist aus Sicht von Luna erzählt. Ab und an wechselt es auch mal zu Esme, ihrer Therapeutin oder Leo. Wenn die Geschichte aus Esme’s Sicht erzählt wird, passierte es allerdings auch, dass die Geschichte für ein paar Sätze in die dritte Person rutschte.

Charaktere

Luna war eine außergewöhnliche Protagonistin. Sie war so hart und brutal und gleichzeitig sehr zerbrechlich. Seit diesem Tag damals, hat sie psychische Probleme, eine bipolare Störung, Angstattacken und doch ist sie stark geblieben. Irgendwie mochte ich sie, und das obwohl sie eine eiskalte Killern ist. Auch die anderen Charaktere, wie Esme, ihr Onkel Carl, ihre Tante oder Leo waren ganz gut gezeichnet. Leo war etwas zu perfekt und so richtig warm wurde ich nicht mit ihm. Alles in allem waren die individuellen Persönlichkeiten aber gut herausgearbeitet.

Buchrückseite: Rache wird kalt servier von Jasmin De

Geschichte

Luna will Rache. Rache dafür, dass sie mit ansehen musste, wie ihre Eltern auf brutale Art und Weise ermordet wurden. Von ihrem Onkel Carl und Helfern, wird sie hinter dem Rücken ihrer Tante zu einer Killermaschine ausgebildet und niemand, der mit dem Tod ihrer Eltern zu tun hat, ist vor ihr sicher. Nach außen hin versucht sie mit Hilfe ihrer Therapeutin aber ein einigermaßen normales Leben zu führen. Doch eines Tages kommt ihr Leo in die Quere, der beauftragt ist, sie zu töten. Doch zwischen den beiden funkt es gewaltig.

Alles in allem keine neue Idee. Solche Geschichten ließt man doch öfter. Besonders stark war ich an den Film Mr und Mrs Smith erinnert. Die Geschichte geht aber rasant los, was mich gleich ins Buch fallen ließ. Allerdings hat Jasmine De versucht, ein paar zu viele Genres in einem Buch unter zu bringen. Es gab Erotik, Action, Liebe und etwas Witz, was nicht ganz rund zusammen passte.

Die Geschichte war am Anfang recht packend und abwechslungsreich und sehr bildhaft beschrieben. Doch als Luna dann ihr Ziel quasi erreicht hat, flaut es ab. Ich hatte das Gefühl, dass beim Schreiben dann die Luft raus war. Es fühlte sich an, als wäre sich die Autorin selbst nicht richtig sicher gewesen, wie die Geschichte jetzt noch weitergehen soll. Ab da rutschte es in eine sehr kitschige Geschichte ab, die nicht mehr richtig in Fahrt kam. Das Ende war leider auch nicht ganz rund.

Fazit

Am Anfang begann die Geschichte sehr schnell und packen und konnte mich mitreißend. Mit jeder Seite wurde der Schreibstil klarer und bildhafter, rutschte dann aber auch wieder etwas in die Oberflächlichkeit ab. Einige Kapitel lang macht es richtig Spaß, die Geschichte zu lesen. Leider driftete das ganze in zu viel Kitsch ab, sobald Luna ihr Ziel erreicht hatte. Hier hätte man die Geschichte gerne einfach auch schon zum Ende bringen können. Alles in allem merkt man, dass es sich um einen selbstverlegten Debütroman einer noch recht jungen Autorin handelt, der mit kleinen Schwächen und Anfängerfehlern gespickt ist. Aber man merkt auch, dass Jasmin De großes Potenzial für weitere spannende Bücher hat. Etwas weniger Genremix und die Geschichte einfach dann zu Ende bringen, wenn es spannend ist und nicht verzweifelt in die Länge ziehen, dann können noch sehr gute Werke aus ihrer Feder entstehen. Ich gebe drei von fünf Herzen.

3herzenInfos zum Buch

Autorin: Jasmin De

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Self-published

Genre: Young-Adult Roman

Format: ebook

Seiten: 367

Autorin

1994 wurde Jasmin De im Ruhrpott geboren. Seit sie einen Stift halten kann liebt sie das Malen und schreiben. Mit der Veröffentlichung ihres Debütromans Rache wird kalt serviert, hat sie sich einen großen Traum erfüllt.

 

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Tintenblut (2) - Cornelia Funke

27. Dezember 2014

Tintenblut von Cornelia Funke (c) Dressler

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Vorsicht. Dies ist Band zwei der Tinten-Triologie. Wenn du also bisher noch keines der Bücher gelesen hast, lies lieber nicht weiter, auch wenn ich mich sehr bemüht habe, nichts von dem zu verraten, was bereits in Band eins passierte. Ich empfehle dir, erst bei der Rezension zu Band eins vorbei zu schauen.

Farid kommt zurück zu Meggie. Denn er will von ihr in die Tintenwelt gelesen werden, um Staubfinger, der bereits zurück kehren konnte, vor Basta zu warnen. Und Meggie will unbedingt mit. Denn sie will die Welt, die ihre Mutter ihr so detailliert beschrieben hat, mit eigenen Augen sehen. Den Weglosen Wald, den Speckfürsten, den Schönen Cosimo, den Schwarzen Prinzen mit seine Bären und Feen und Glasmänner. Und dann will sie gleich zurück. Doch die Geschichte spielt schon lange nicht mehr so, wie Fengolio sie geschrieben hatte.

Meinung

Tintenblut

Schreibstil

Auch im zweiten Band der Tintenwelt konnte mich Cornelia Funke wieder komplett mit ihrem Schreibstil einfangen. Tinenblut war wundervoll bildlich, locker, emotional und doch sanft geschrieben. Die Tintenwelt, in die Meggie diesmal eintaucht, ist klar und deutlich gezeichnet und ich fühlte mich bei jedem Wort, als wäre ich direkt an ihrer Seite. Wie bereits im ersten Band, mochte ich die Zitate zu Beginn eines jeden Kapitels sehr, ebenso wie den Perspektivenwechsel, der uns immer auch mal mitnimmt zu den anderen Handlungssträngen.

„Natürlich verstand sie sein Unbehagen, schließlich hatte er seine Frau für viele Jahre an diese Welt asu Buchstaben und Papier verloren […] und trotzdem konnte sie nicht tun, was er verlangte - die Notizbücher fortschließen und die Tintenwelt für eine Weile vergessen“ (S. 38)

Charaktere

In diesem zweiten Band der Tinten-Triologie treffen wir einige alte Charaktere wieder. Mo, Meggie, Staubfinger, Fardi, Resa, die ja seit Ende von Band eins wieder da ist, Elinor, Darius aber auch böse wie Basta und Mortola. Sie alle sind noch genau so, wie ich sie aus Band eins in Erinnerung hatte und ich mochte Resa sehr. In Tintenherz war ich mir noch nicht sicher, ob ich Staubfinger nun mochte oder nicht. Diesmal ist es ganz klar, er war einer meiner liebsten Charaktere. Stark und sanftmütig zugleich und für mich einer der Helden der Geschichte. Auch Elinor ist mir nach und nach ans Herz gewachsen, auch wenn sie in diesem Band nur selten vorkommt.

Neben den alt bekannten Charakteren, ist Tintenblut voller neuer, einzigartiger und detailverliebt gezeichneter Protagonisten, die alle auf ihre Art bezaubern, egal ob gut, böse oder irgendwie auch beides. Der Speckfürst und die Hässliche, Roxana und und und. Besonders gefallen hat mir diesmal der schwarze Prinz mit seinem Bär. Ein leiser Held, der sanft und gerecht ist, der aber mit vielen Geheimnissen umgeben ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er in Band drei noch eine bedeutende Rolle spielt. Ich hoffe es zumindest.

Geschichte

In diesem Band fallen nicht Leute aus der Tintenwelt in die normale Welt durch Meggie oder Zauberzunge Mo. Diesmal beginnt die Geschichte damit, dass Staubfinger sich zurück lesen lässt, von einem bisher Unbekannten Vorleser. Doch Farid bleibt zurück und trifft auf einen alten Bekannten Basta. Er sucht Meggie auf, die mittlerweile mit Mo und Resa bei Elinor lebt. Gemeinsam schlüpfen sie durch Meggies Künste in die Tintenwelt, um Staubfinger vor Basta zu warnen. Bis irgendwann sowohl in der normalen und auch in der Tintenwelt einiges schief geht und Meggie und Farid auf Leute stoßen, mit denen sie nicht gerechnet hatten.

„Und pötzlich während er sie ansah, hatte er endlich und ganz wirklich das Gefühl, heimgekehrt zu sein.“ (S. 101)

Insgesamt hat mich die Geschichte sehr gut einnehmen können. Ich war wieder verzaubert von der Detailverliebtheit, mit der das Buch geschrieben ist. Die Tintenwelt ist so bildlich beschrieben mit ihren magischen Orten und wundersamen Wesen wie Feen und Glasmännern. Stellenweise war es etwas langatmig und zog sich. Doch gerade gegen Ende kam dann doch noch alles gut ins Laufen und packte mich. Auch wenn immer wieder einige Stellen dabei waren, die man ruhig hätte kürzer fassen können, bin ich doch sehr auf Band drei gespannt und was nun mit Meggie, Mo, Resa, Farid und Staubfinger passieren wird.

Fazit

Ein toller zweiter Band der Tintenwelt-Triologie. Der Schreibstil und die Beschreibungen der Tintenwelt waren wieder sehr bildlich, packend und einnehmend. Es waren wunderbare neue Charaktere dabei, die alle sehr detailliert beschrieben und gut durchdacht waren. Und auch die alten trafen wir wieder zum großen Teil an und einige haben sich sogar sehr positiv weiterentwickelt. Da es aber doch einige lange Stellen gab und mir Band eins etwas besser gefallen hat, gebe ich vier von fünf Herzen.

4herzen

Info zum Buch

Autorin: Cornelia Funke

Erscheinungsjahr: 2007

Verlag: Dressler

Seiten: 707

Format: Hardcover

Autorin

Cornelia Funke, 1958 in Dorsten geboren, ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre fantastsichen Geschichten sind auch international, mit einer Gesamtauflage von 20 Millionen Büchern in 37 Sprachen, erfolgreich. Cornelia Funke absolvierte zunächste eine Ausbildung zur Diplompädagogin und arbeitete als Erzieherin. Parallel zu ihrer Arbeit studierte sie Buchillustration. Dadurch kam sie selber zum Schreiben und begann unter anderem mit den Drehbüchern zu Siebenstein. Mit Herr der Diebe erfolgte 2002 ihr internationaler Durchbruch. Seit dem hat Cornelia Funke zahlreiche Bücher und Werke erschaffen, die nicht nur die Kinder und Jugend sondern auch Erwachsene verzaubern.

 

Rezensionen/Reviews

Feenfuchs und Feuerkuss

8. Oktober 2014

 

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Luisa, 16 Jahre alt, ist verzweifelt. Ihre Schulnoten sind schlecht, weil sie ihre gesamte Freizeit nur mit ihrem Pferd verbringt. Deshalb lässt ihre Mutter ihr Pferd Ophelia auf einen anderen Hof bringen und verbietet Luisa, es zu besuchen. Damit es mit den Noten bergauf geht, wird sie in das Nachhilfeprogramm der Schule gesteckt. Ausgerechnet der aus England hergezogene Sam Weston wird ihr Tutor. Alle auf der Schule himmeln den geheimnisvollen Jungen an und auch Luisa merkt, dass er wirklich ganz nett ist.

Heimlich schleicht sich Luisa immer wieder zu ihrem Pferd auf den Lichthang-Hof und bekommt dort die unerwartete Hilfe von Jonathan, dem Sohn des Besitzers. Auch er bringt Luisas Welt durcheinander.

Doch ihre besten Freundinnen Molly und Jeska sind immer für sie da und unterstützen sie. Doch diese eine Entscheidung, die kann nur Luisa alleine treffen.

Meinung

Schreibstil:

Das Buch ist in der dritten Person und in einem recht einfachen und schlichten Schreibstil geschrieben. Mich hat er leider nicht ganz so packen können, da ich es einfach nicht so mag, schon sehr oft verwendete Wendungen wie „Rot wie eine Tomate“ zu lesen oder wenn mir gesagt wird, dass das jetzt gerade Sarkasmus war. Allerdings habe ich dabei auch im Hintergrund behalten, dass das Buch für Jugendliche ist und locker auch für 13-jährige schon taugt. Für diese Zielgruppe ist der Schreibstil daher auf jeden Fall passend.

Charaktere:

Luisa ist die Hauptprotagonistin und benimmt sich wie sich eben 16-jährige, pubertierende Mädels so benehmen. Ich weiß wovon ich da rede, ich war vor 11 Jahren ja auch mal eines von der Sorte. Sie ist total vernarrt in ihr Pferd, hat nur Zeit für es und kann ihre Mutter so gar nicht verstehen, dass sie will, dass sie sich um die Schule kümmert. Ich konnte da nur schmunzeln, so ist man eben in dem Alter, auch wenn ich mir jetzt denke, Kind, es gibt echt Schlimmeres.

Molly und Jeska sind ihre besten Freundinnen. Sie sind immer für sie da, bringen sie auf andere Gedanken und unterstützen sie wo es nur geht. Sie sind zwar eigentlich alle drei total verschieden, aber zu Dritt sind sie das perfekte Gespann.

Jonathan ist ein arroganter, reicher Sohn des Besitzers eines Reiterhofes. Blond und gut aussehend, aber hinter der Schale dann doch ein netter und hilfsbereiter Junge, der Luisa dabei hilft, Ophelia heimlich zu reiten.

Ich fand die Charaktere alle ok und nett, aber so wirklich richtig warm werden konnte ich mit keinem. Sie sind alle recht einfach gehalten, so wie man es auch erwartet in so einem Jugendroman, der sich eben um Pferde und die erste Liebe dreht.

Sam war eigentlich ganz nett und ich fand ihn recht sympathisch. Aber er wurde einfach von Beginn an zu klischeehaft und zu perfekt geschildert. Geheimnisvoller Junge aus England, braune wilde Haare, Tattoo, fährt Motorrad, liebt das Surfen…einfach zu viel des Guten.

Geschichte:

Die Geschichte ist einfach. Sie handelt eben von einer 16-jährigen, die Probleme in der Schule hat, Pferde liebt und sich das erste mal so richtig verliebt. Es klingt einfach und ist auch so und hat einen Verlauf, den ich genau so erwartet habe und ein Ende, dass ich genau so erwartet habe. Es war eine nette Geschichte zur Unterhaltung zwischen durch, mit der ich am Anfang meine Probleme hatte, die ich gegen Ende dann aber ok fand. Ich merkte einfach, dass ich mit meinen fast 27 dann doch etwas zu alt und auch einfach anspruchsvoller bin, weshalb ich mich jetzt nicht so sehr in die Geschichte hineinversetzen konnte.

Fazit

Ein Buch mit einem rechte einfachen Schreibstil und einer einfachen Geschichte. Am Anfang mochte ich es nicht so, gegen Ende bin ich aber doch noch mit dem Buch warm geworden. Ich persönlich fand die Charaktere zu farblos, Sam zu klischeehaft und alles zu vorhersehbar, kann aber aufgrund der Tatsache, dass ich gegen Schluss noch gut hineingefunden habe, drei Herzen vergeben.

3herzenDenn ich behalte dabei auch im Hintergrund, dass das Buch ja auch eine ganz andere Zielgruppe anspricht. Jugendliche Mädels, die gerade vielleicht selber ihre erste große Liebe erleben oder anfangen für Jungs zu schwärmen und vor allem auch Pferdeverrückte junge Mädels finden das Buch bestimmt wirklich super. Und für diese Zielgruppe sind Charaktere, Schreibstil und Handlung auch genau richtig. Ich kann das Buch also genau dieser Zielgruppe empfehlen.

Aber auch bereits älteren, die ihre Jugend selber auf dem Rücken der Pferde verbracht haben, wissen wie schwer das mit Schule und der ersten Liebe zu vereinbaren ist und die nun noch mal mit einer leichten Lektüre in Erinnerungen schwelgen wollen.

Autorin:

Larinane Westermann sind gleich zwei Personen. Lara Kalenborn und Juliane Körner. Die Freundschaft der beiden begann vor mehr als 15 Jahren im Reitverein in Essen. Gemeinsam verbrachten sie dort ihre Freizeit und später unterrichteten sie selber Kinder beim Reiten. Feenfuchs und Feuerkuss ist der erste Teil einer Romanreihe über Luisa, Molly und Jeska.

 

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