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Aufbau Verlag

Rund ums Lesen

Verlagsvorschau Aufbau Verlag - Frühjahr/Sommer 2016

12. März 2016

Programmvorschau Frühjahr 2016

Y von Jan Böttcher (c) Aufbau Verlag

Y von Jan Böttcher (c) Aufbau Verlag

Jan Bötcher – Y

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

„Ich versuche ständig, mit der Fremde warm zu werden. So wie ich nicht anders kann, als mit der Wärme zu fremdeln.“

In Deutschland lernen sie sich kennen. Im kriegszerstörten Kosovo können sie nicht zusammenbleiben. Nur ihrem Sohn gelingt es, die alten Grenzen hinter sich zu lassen. Jan Böttcher hat einen großen europäischen Roman geschrieben: die Geschichte einer ungleichen Liebe zwischen Nord und Süd, Heimat und Fremde, Schicksal und Selbstbestimmung.

»Ein Roman, der grenzübergreifend relevant sein wird.« Saša Stanišić

»So spannend wie erhellend – dieser Roman ist ein Tanz der Lebenslust in Todesnähe. Und eine der traurigsten Liebesgeschichten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe!« Moritz Rinke


Des Tauchers leere Kleider von Vendela Vida (c) Aufbau Verlag

Des Tauchers leere Kleider von Vendela Vida (c) Aufbau Verlag

Vendela Vida – Des Tauchers leere Kleider

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

Erst in der Fremde können wir wirklich zu uns finden, heißt es. „Des Tauchers leere Kleider“ erzählt die abenteuerliche Geschichte einer Frau, der nichts mehr geblieben ist, außer ihr Wille zu überleben. Einer Frau, die nach Casablance reist, um sich schließlich nicht für die Vergangenheit, auch nicht für die Gegenwart, aber mit aller Entschiedenheit für die Zukunft entscheidet.

Eine Amerikanerin reist überstürzt nach Casablanca. Der Grund für ihre Reise ist unklar. Kaum in ihrem Hotel angekommen, wird sie ausgeraubt. Die Polizei und die Hoteldirektion versuchen scheinbar, den Dieb zu fassen, haben sich aber eigentlich gegen die Amerikanerin verschworen. Auf der Polizeiwache wird ihr der Rucksack einer fremden Frau ausgehändigt, deren Identität sie annimmt. Vorübergehend, wie sie denkt, bis sich alles aufgeklärt hat. Doch einmal von der Last des eigenen Ich befreit, beginnt sie, Freude daran zu empfinden, sich von der Frau, die sie einmal war, immer mehr zu entfremden. Bis sie eine berühmte Hollywood-Schauspielerin kennen lernt und einen Schritt zu weit geht.

„Des Tauchers leere Kleider“ erzählt das Abenteuer einer Frau, die allen Grund zur Flucht hat – einer Frau, die sich in eine fremde Landschaft begibt, um zu vergessen, und dabei zum ersten Mal zu sich selbst findet. Mit Anklängen von Alfred Hitchcock und Patricia Highsmith.


Die Schönheitskönigin von Jerusalem - Sarit Yishai-Levi (c) Aufbau Verlag

Die Schönheitskönigin von Jerusalem - Sarit Yishai-Levi (c) Aufbau Verlag

Sarit Yishai-Levi – Die Schönheitskönigin von Jerusalem

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

»Die sephardische Version von Amos Oz’ ›Geschichte von Liebe und Finsternis‹. Überragend.« Nana

Strahlend, lebenslustig und wunderschön ist Luna Ermoza mit den grünen Augen. Doch ihre Ehe ist ein Desaster hinter perfekter Fassade, und für ihre Tochter Gabriela kann sie keinerlei Zärtlichkeit empfinden – wie einst ihre Mutter Rosa für sie. Denn während das Delikatessengeschäft Rafael Ermoza & Söhne im Jerusalemer Machane-Jehuda-Markt floriert, scheint auf den Frauen der Familie ein Fluch zu lasten, der ihnen das Glück in der Liebe verwehrt und sie verbittern lässt. Meisterlich verwebt Sarit Yishai-Levi das Schicksal vierer Generationen der sephardischen Familie mit den bewegtesten Jahrzehnten israelischer Geschichte.

„Wunderschön und umwerfend! Ein bezauberndes, bewegendes Buch, dessen Figuren mich weiter begleitet haben, als lebten sie noch heute in Jerusalem.“ Haaretz


So bin ich nicht von Anneliese Mackintosh (c) Aufbau Verlag

So bin ich nicht von Anneliese Mackintosh (c) Aufbau Verlag

Anneliese Mackintosh – So bin ich nicht

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

Wie weit muss man gehen, um neu beginnen zu können?

Greta will nur Liebe, Glück, Mittag essen mit Margaret Atwood und endlich einen echten Orgasmus. Aber vor allem möchte sie ihren Vater zurück, mit dem Trinken aufhören und einmal mit der gutaussehenden Frau mithalten, die immer neben ihr auf dem Laufband läuft und T-Shirts trägt mit Schriftzügen wie »Gut ist das Gegenteil von Großartig«. Sie wünscht sich ein normales Verhältnis zu ihrer Mutter und dass ihre Schwester aufhört zu versuchen, sich umzubringen. Sie würde am liebsten nie mehr Kleidung tragen, nie wieder Fleisch essen oder Milch trinken und für radikale politische Ideen kämpfen. Sie würde gern mehr sie selbst sein. Sie würde gern weniger wollen. Denn immer wenn sie etwas erreicht, wird ihr etwas anderes genommen.

Eines der traurigsten und tröstlichsten Bücher, die ich seit Ewigkeiten gelesen habe. Ich musste weinen. Mackintosh ist ein unglaubliches Talent, und So bin ich nicht ist ein großartiges Debüt. Doug Johnstone, The Independent


Elizabeth Harrower – In gewissen Kreisen (c) Aufbau Verlag

Elizabeth Harrower – In gewissen Kreisen (c) Aufbau Verlag

Elizabeth Harrower – In gewissen Kreisen

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

»Ich kann diese brillante, gradlinige Schriftstellerin nicht nachdrücklich genug empfehlen.«
James Wood, The New Yorker

1971 geschrieben, 2014 erstmals veröffentlicht – der letzte Roman der großen australischen Schriftstellerin Elizabeth Harrower, die damit neu zu entdecken ist. Sie wirft zeitlose Fragen auf über Träume und die Hoffnung auf Selbstverwirklichung gegen alle gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Zoe Howard ist 17, als ihr Bruder Russell eine Zufallsbekanntschaft aus dem Zug mit in ihr Elternhaus bringt: Stephen Quayle, der so ganz anders ist als die attraktiven Jurastudenten, die Zoe sonst umgarnen. Er versucht mit aller Kraft, nicht zu gefallen, erscheint ihr bedrohlich, doch zugleich geheimnisvoll wie die charismatischen Gestalten aus ihren russischen Romanen. Seine Schwester Anna ist eine schüchterne, junge Waise. So unterschiedlich die Kreise auch sein mögen, aus denen die Geschwisterpaare kommen, von nun an sind die Lebenswege von Zoe und Stephen, Russell und Anna unausweichlich miteinander verbunden. Ein großer Roman von präziser, bildstarker Sprache und psychologischer Genauigkeit über Familie und Liebe, Tyrannei und Freiheit.

»Harrower trifft mitten ins Herz.« Washington Post


Hans Fallada – Kleiner Mann - was nun? (c) Aufbau Verlag

Hans Fallada – Kleiner Mann - was nun? (c) Aufbau Verlag

Hans Fallada – Kleiner Mann - was nun?

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

Erstmals, wie Hans Fallada ihn niederschrieb – der Weltbestseller »Kleiner Mann – was nun ?« in der Urfassung

Erstmals erscheint der Weltbestseller, der Hans Fallada 1932 über Nacht zum international gefeierten Erfolgsautor machte, in seiner ursprünglichen Version. Diese zeigt, dass er vieles klarer sah und differenzierter abzuwägen vermochte, als es das gedruckte Buch bislang vermuten ließ.

Hans Falladas Meisterwerk erschien in unsicheren Zeiten. Es wurde vor dem Druck 1932 gekürzt und verändert: Textstellen, an denen sich der Autor politisch differenziert äußerte, wurden geglättet oder gar in ihr Gegenteil verkehrt. Jetzt erscheint der Roman erstmals so, wie Fallada ihn gewollt hatte. Johannes Pinneberg und seine Freundin Emma, genannt Lämmchen, erfahren, dass sie ein Kind erwarten. Kurzentschlossen heiratet das frisch verliebte Paar, auch wenn es mit wenig über die Runden kommen muss. Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis glauben der kleine Berliner Verkäufer und seine junge Frau an das Glück. Als sich Pinneberg in das Millionenheer der Arbeitslosen einreihen muss, nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelten Mannes in die Hand.

»Fallada hat einen der großen Gesellschaftsromane der Weimarer Republik geschrieben, ein Buch, das Provinz- und Großstadtroman ist. Ein Bestseller.« Die Zeit


Irma Nelles – Der Herausgeber (c) Aufbau Verlag

Irma Nelles – Der Herausgeber (c) Aufbau Verlag

Irma Nelles – Der Herausgeber

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

Das Psychogramm eines exzentrischen Mannes und visionären Journalisten, der von politischem Gestaltungswillen ebenso getrieben war wie von seiner Liebe zu Frauen und der Suche nach deren Nähe. Zugleich ist dieses Buch eine Sittengeschichte der Bundesrepublik und ihrer Medienlandschaft seit den siebziger Jahren.

„Ich habe ihn einmal, als wir uns nicht mehr für nüchtern halten konnten, getragen, eine Treppe hinab und hinüber zum Taxi. Er war leicht. Mehr Vogel als Stein. So leicht, als bestünde er aus lauter Gedanken. Er war schneidig. Er war liebenswürdig. Am liebsten würde ich sagen: Er war ein toller Kerl.“ Martin Walser über Rudolf Augstein (2002)

Taschenbuchprogramm Frühjahr 2016

Susanna Mewe – Als meine Schwestern das blaue vom Himmel holten (c) Aufbau Verlag

Susanna Mewe – Als meine Schwestern das blaue vom Himmel holten (c) Aufbau Verlag

Susanna Mewe – Als meine Schwestern das blaue vom Himmel holten

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

Aber wir sind doch Schwestern …

Vom Freund vor die Tür gesetzt, sucht Mia Zuflucht bei ihrer Schwester Paula und deren idyllischem Heim mit Mann und Kind. Aber Paulas Ehe steht vor dem Aus. Gemeinsam mit ihren anderen beiden Schwestern will Mia nun Paulas Glück retten. Natürlich schlägt der schöne Plan fehl: Wie schon so oft, zerstreiten sie sich und suchen das Weite. Dann erfährt Mia, dass eine von ihnen ernsthaft erkrankt ist. Wieder einmal müssen sich die Schwestern zusammentun, um für einander da zu sein. Doch diesmal wirklich.

Ein besonderer Roman über vier Schwestern, die einander helfen wollen – und stets das Gegenteil bewirken


Lorenz S. Beckhardt – Der Jude mit dem Hakenkreuz (c) Aufbau Verlag

Lorenz S. Beckhardt – Der Jude mit dem Hakenkreuz (c) Aufbau Verlag

Lorenz S. Beckhardt – Der Jude mit dem Hakenkreuz

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

»Man erlebt und begreift ein Stück deutsche Geschichte.« Frankfurter Rundschau

Lorenz Beckhardt, in einem katholischen Internat erzogen, erfährt erst als Erwachsener, dass er Jude ist und viele Verwandte Opfer des Holocaust wurden. Akribisch geht er der Geschichte seiner Familie nach — vom Großvater Fritz Beckhardt, dem glühenden Patrioten und Weltkriegspiloten, bis zur Generation, die nach 1945 einen Neuanfang im Land der Täter wagt. Erschütternd beschreibt Beckhardt die Wiedergutmachungsbürokratie in der frühen Bundesrepublik und die alltägliche Demütigung durch Nachbarn.

»Eine jüdische Familiengeschichte, facettenreich ausgeleuchtet.« Tilman Jens, Hessischer Rundfunk


Thomas Brussig – Wasserfarben (c) Aufbau Verlag

Thomas Brussig – Wasserfarben (c) Aufbau Verlag

Thomas Brussig – Wasserfarben

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

„Herrlich, schräg, bissig und pointenreich.“ Der Tagesspiegel

Bevor Thomas Brussig mit „Helden wie wir“ und „Sonnenallee“ überwältigende Erfolge feierte, war unter einem Pseudonym sein erster Roman „Wasserfarben“ erschienen: Ein Buch über das Erwachsenwerden, in dem die großen Sinnfragen bereits so lässig-ironisch gestellt werden, wie man das von seinen späteren Büchern kennt.

„Hätte ich ein zweites Leben, würde ich Brussigs Romane ins Englische übertragen. Nur um zweifelnden Amerikanern zu zeigen, wie unglaublich komisch deutsche Literatur sein kann.“ Jonathan Franzen

Genau dieses Buch habe ihm damals gefehlt, als er um die zwanzig war, deshalb mußte er es selbst schreiben, sagt Thomas Brussig über seinen ersten Roman „Wasserfarben“. Die Geschichte einer Jugend in der DDR der achtziger Jahre wird mit einer wärmeren, stilleren Ironie erzählt als einige seiner späteren Bücher.
Es ist die ein wenig trotzige, ein wenig traurige, ein wenig komische Geschichte eines Abiturienten, der nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Ein Buch über das Erwachsenwerden, in dem der Held wie schon Generationen vor ihm bei Salinger, Kerouac oder Plenzdorf lässig-ironisch die großen Sinnfragen stellt, aber mit seinen Problemen ziemlich allein dasteht.


Aurore Guitry – Claras Melodie (c) Aufbau Verlag

Aurore Guitry – Claras Melodie (c) Aufbau Verlag

Aurore Guitry – Claras Melodie

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

„Hinreißend romantisch.“ Libération

Die heilende Kraft der Musik ist es, die Eléonore nach ihrem tragischen Unfall aus dem Koma holen soll: Am Sterbebett seines Vaters erfährt Nicolas von einer magischen Partitur, die das Leben seiner Frau retten könnte. Sofort begibt er sich nach Rom, wo die letzte eingeweihte Sängerin lebt. Dort taucht er in ein jahrhundertealtes Geheimnis ein: Wer das Stück singt, verliert entweder den Verstand oder stirbt. Die Rettung seiner Frau würde folglich den Tod eines anderen Menschen bedeuten …

„Ein raffiniert konstruiertes Crescendo hin zu einem unentrinnbaren Drama, das einen genussvoll erschaudern lässt.“ Elle

„Alle Hoffnung scheint verloren für Éléonore, die nach einem schweren Verkehrsunfall im Koma liegt. Die Ärzte wie auch ihre Familie haben die junge Frau aufgegeben. Nur ihr Ehemann Nicolas kann sich damit nicht abfinden und erfährt am Stebebett seines Vaters von einer geheimnisvollen Partitur, die magische Kräfte haben soll und Éléonore retten könnte. Daraufhin beschließt er, nach Rom zu reisen und Clara Vergini, die letzte Sängerin der Partitur, ausfindig zu machen. In der „ewigen Stadt“ angekommen, muss er feststellen, dass Clara dem Wahnsinn verfallen ist und ihm nicht mehr helfen kann. Glücklicherweise trifft er ihre Tochter Giovanna, eine ebenso begnadete Sängerin, die bereit ist, ihm beizustehen. Dann allerdings offenbart ihm ein Kardinal den jahrhundertealten Fluch, der auf der Partitur lastet: Je öfter man die vollkommene Melodie singt, desto schwächer wird man – bis man entweder den Verstand verliert oder stirbt. Nicolas steht vor einer folgenschweren Entscheidung: Kann er Giovanna bitten, an Éléonores Bett die Claras heilbringende Melodie zu singen?

„Ein raffiniert konstruiertes Crescendo hin zu einem unentrinnbaren Drama, das einen genussvoll erschaudern lässt.“ Elle


Greg Iles – Natchez Burning (c) Aufbau Verlag

Greg Iles – Natchez Burning (c) Aufbau Verlag

Greg Iles – Natchez Burning

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

»The great american novel in der Gestalt eines Thrillers.« Marcus Müntefering, SPIEGEL Online

Penn Cage, Bürgermeister von Natchez, Mississippi, hat eigentlich vor, endlich zu heiraten. Da kommt ein Konflikt wieder ans Tageslicht, der seine Stadt seit Jahrzehnten in Atem hält. In den sechziger Jahren hat eine Geheimorganisation von weißen, scheinbar ehrbaren Bürgern Schwarze ermordet oder aus der Stadt vertrieben. Nun ist mit Viola Turner, eine farbige Krankenschwester, die damals floh, zurückgekehrt – und stirbt wenig später. Die Polizei verhaftet ausgerechnet Penns Vater – er soll sie ermordet haben. Zusammen mit einem Journalisten macht Penn sich auf, das Rätsel dieses Mordes und vieler anderer zu lösen.

„Das ist der neue Faulkner für die Breaking-Bad-Generation!“ BookPage

„Viel mehr als ein Thriller – ein Buch, das trotz seiner Länge nie nachlässt.“ Publisher’s Weekly

Scott Turow: “Dieser Roman ist einfach unglaublich, geschrieben … er erinnert an die großen Werke von Thomas Wolfe und Faulkner. Greg Iles und zurück und besser als jemals zuvor.”

Jodi Picoult: “Ich weiß nicht, wie Iles es gemacht hat, aber jede Seite des Romans ist ein Cliffhanger, der einen dazu treibt, noch ein Kapitel zu verschlingen, bevor man das Buch hinlegt, um zu essen, zu arbeiten oder ins Bett zu gehen. Die perfekte Verbindung von Historie und Thriller. Greg? Du schuldest mir eine Menge Schlaf.“

Stephen King: “Ich wünschte, der Roman wäre noch länger geworden – ein erstaunliches Buch!“

Washington Post: „Der beste Greg Iles aller Zeiten. Gut, dass er zurück ist.“

The Times: „DER Thriller der letzten zehn Jahre.“


Linda Winterberg – Das Haus der verlorenen Kinder (c) Aufbau Verlag

Linda Winterberg – Das Haus der verlorenen Kinder (c) Aufbau Verlag

Linda Winterberg – Das Haus der verlorenen Kinder

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

Nimmt man einer Mutter ihr Kind …

Norwegen, 1941: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten. Ihre verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden jungen Frauen verlieren alles, was ihnen lieb ist. Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden, doch dann wird Lisbet von ihrer kleinen Tochter getrennt. Erst lange Zeit später findet sich ihre Spur – in Deutschland.

Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht


Michel Bussi – Beim Leben meiner Tochter (c) Aufbau Verlag

Michel Bussi – Beim Leben meiner Tochter (c) Aufbau Verlag

Michel Bussi – Beim Leben meiner Tochter

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

Und plötzlich bist du allein …

Eine glückliche Familie inmitten der heilen Welt einer paradiesischen Insel. Türkisblaues Wasser, Sonne, Palmen – ein Traum der plötzlich zu einem Albtraum wird, als Liane verschwindet und ihren Mann Martial mit ihrer kleinen Tochter Josapha verzweifelt zurücklässt. Alles deutet auf ein brutales Verbrechen hin, und schon bald weiß Josapha nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann …

„Ein außerordentliches Lese-Vergnügen!“ Le Figaro Magazine

Das junge Ehepaar Bellion macht mit seiner sechsjährigen Tochter Josapha Urlaub auf der paradiesischen Insel La Réunion. Eines Nachmittags lässt Liane ihre Tochter und ihren Mann Martial am Pool zurück, um sich hinzulegen. Als Martial kurze Zeit später nach ihr sucht, ist sie verschwunden, das Hotelzimmer verwüstet und voller Blut. Die Polizei nimmt ihre Ermittlungen auf, und schnell steht Martial unter Verdacht, etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun zu haben. Doch bevor er festgenommen werden kann, gelingt es Martial mit Josepha zu fliehen. Eine Hetzjagd beginnt, denn niemand weiß: Ist seine Tochter bei ihm überhaupt noch sicher?

„Eine atemlose Flucht unter tropischer Sonne.“ Libération


Jenna Blum – Die uns lieben (c) Aufbau Verlag

Jenna Blum – Die uns lieben (c) Aufbau Verlag

Jenna Blum – Die uns lieben

(Rechte an Inhaltsangabe und Buchcover liegen beim Aufbau Verlag)

Die Frau des Offiziers

Fünfzig Jahre lang hat Trudys Mutter kein Wort über ihre Vergangenheit verloren. Doch es gibt ein verstörendes Souvenir, tief vergraben in der Wäscheschublade: ein Familienporträt, auf dem sie und ihre kleine Tochter gemeinsam mit einem Nazi-Offizier zu sehen sind, dem Obersturmführer von Buchenwald.
Jenna Blums preisgekrönter Roman war ein Bestseller in zahlreichen Ländern. Ihre universelle Geschichte von Schuld, Liebe und Vergebung wird für die große Leinwand verfilmt.

Weimar, 1940. Ledig, schwanger und von ihrem Vater vestoßen, kommt die 19-jährige Anna bei der Bäckerin Mathilde unter. Mathilde erhält Mehl, Zucker und Butter von den Nazis, um das Offizierskasino von Buchenwald mit Gebäck zu beliefern. Gleichzeitig schmuggeln die beiden Frauen Brot ins KZ und geheime Botschaften hinaus. Als Mathilde zwei Jahre später auf frischer Tat ertappt wird und der Obersturmführer Heinz von Steuern in der Bäckerei auftaucht, sieht Anna nur einen vezweifelten Ausweg, um sich und ihre kleine Tochter Trudy zu retten.
Minneapolis, 1996. Ein paar diffuse Erinnerungsschnipsel, ein verstecktes Familienfoto und ein unauslöschliches Gefühl der Schuld sind alles, was Trudy mit ihrem Geburtsort Weimar verbindet. Erschüttert vom Tod ihres Stiefvaters und erdrückt von der Last einer Vergangenheit, die ihre Mutter hinter eine Mauer aus Schweigen verbannt hat, beginnt die Geschichtsprofessorin endlich mit Recherchen zum Alltag nichtjüdischer deutscher Frauen im Dritten Reich. Nach und nach legt sie dabei die erschütternde Geschichte ihrer Mutter frei, die so ganz anders ist, als sie es erwartet hat.
Jenna Blums einfühlsamer und sorgfältig recherchierter Roman, der sich zwei Jahre auf der New York Times-Bestenliste hielt, erzählt von einer verbotenen Liebe, vom zwiespältigen Wesen der Schuld, vom Recht auf Vergessen und von einer außergewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung.

„Die packende Geschichte zweier Frauen, die mit der Last und Verantwortung der Erinnerung ringen.“ The Boston Globe

„Ein eindringlicher Roman, der das Herz berührt und das Gewissen aufruft.“
Independent on Sunday

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Das Mädchen mit den blauen Augen - Michel Bussi

19. Januar 2016

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Buchcover (c) Aufbau Verlag

Autor: Michel Bussi
Erscheinungsjahr: 2015 (3. Auflage)
Verlag: Aufbau Verlag
Seiten: 412
Format: Taschenbuch
Preis: [D] 9,99 €, [A] 10,30 €
Originaltitel: Un Avion sans elle
Originalverlag: Éditions Presse de la Cité

Wer ist diese kleine Mädchen, dass als einzige die Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen überlebt hat? Nach achtzehn Jahren bringt ein Privatdetektiv die Wahrheit ans Licht und bezahlt dafür mit seinem Leben. Das Buch nimmt uns mit auf eine Identitätssuche voller Wirrungen.

Meinung

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Wie bereits im Buch „Die Frau mit dem roten Schal“ schreibt Bussi sehr einnehmend, geheimnisvoll und dennoch locker. Trotz der vielen französischen Namen und Orte, mit denen Mancher seine Schwierigkeiten haben könnte, lässt sich die Geschichte rund um das Mädchen mit den blauen Augen einfach lesen. Mit fiesen, kleinen Cliffhangern, vielen Wendungen und falschen Fährten konnte mich Bussi auch in diesem Buch wieder durchgehend unterhalten.

„Einen Mord…Ein unerlässliches Verbrechen. Es galt, ein Monster zu töten, um weiterleben zu können oder wenigstens zu überleben.“ (S. 81)

Wir steigen ein mit dem tragischen Flugzeugabsturz im Jahr 1980 im französischen Jura. Alleine ein kleines, drei Monate altes Baby, mit tiefblauen Augen, überlebt. Doch das Schicksal spielt einen fiesen Streich. Denn auf der Passagierliste stehen zwei Babys, ungefähr gleich alt. Welches der beiden hat nun überlebt? Emilie Vitral oder doch Lyse-Rose Carville? Die Großeltern beider Mädchen sind sich sicher, die Überlebende ist ihre Enkelin. Ein aufwühlender Streit um die Identität und das Sorgerecht der Kleinen beginnt. Der Richter muss eine Entscheidung fällen, die doch nie wirklich sicher sein kein, die rein spekulativ ist und auf Vermutungen basiert. Denn damals gab es noch nicht die Möglichkeit, einen DNA-Test durchzuführen.

Trotz vieler Zweifel fällt die Entscheidung schließlich - Emilie Vitral soll überlebt haben. Stimmt das wirklich und was ist der Schlüssel zur Wahrheit? Diesen entdeckt Grand Duc erst achtzehn Jahre später. Er ist Privatdetektiv und wurde von den Carvilles beauftragt. Kurz danach wird er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Zuvor hat er Emilie aber seine Aufzeichnungen zukommen lassen. Aufzeichnungen, die ihr Leben von Grund auf verändern. (keine Angst, das steht so in der Inhaltsangabe im Buch, ich spoiler euch hier nicht)

Die Geschichte wird dabei überwiegen von Marc Vitral erzählt und besteht zu vielen Teilen aus den Aufzeichnungen des Privatdetektivs Grand Duc, die er an diesem 2. Oktober 1998 liest. Ergänzt wird die Erzählung von kurzen Blicken zu Emilie/Lylie/Lyse-Rose, wer auch immer sie nun sein mag und zu den anderen Familienangehörigen beider Seiten. Das machte „Das Mädchen mit den blauen Augen“ sehr vielseitig ohne es zu überfrachten.

Obgleich das Buch mit einer Fülle an Charakteren aufwartet, lernen wir doch keinen so wirklich kennen. Wir begleiten Marc durch diesen Tag, der aber doch meist durch das Lesen der Aufzeichnungen bestimmt ist. Diese sind wiederum von Grand Duc geschrieben. Lylie selbst, wie sie oft genannt wird im Zuge der Verhandlungen, lernen wir überhaupt nicht richtig kennen, obwohl sich die Geschichte doch um sie drängt. Sie bleibt eine Schattenfigur, um die sich ein riesiges Geheimnis dreht. Das passte aber hervorragend und auch die Tatsache, dass ich das Gefühl hatte nur ein stiller Mitleser zu sein, störte mich nicht im geringsten.

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Buchcover (c) Aufbau Verlag

Trotz das wir bereits durch die Inhaltsangabe wissen, für wenn sich die Richter entschieden haben, ist die Geschichte durchweg spannend. Der Roman liest sich fast schon wie ein Kriminalroman, bei dem man die Wahrheit immer mit schätz, eine Wahrheit, die Bussi dann aber auf der nächsten Seite schon wieder verwirft. Das macht das Buch zu einem PageTurner, denn erst am Ende führt er uns nicht wieder an der Nase herum und entlässt uns zufrieden in die Realität - den ein bisschen gewinnen muss man als Leser ja auch. Das Ende führt uns dann entspannt aus einer Geschichte voller Verzweigungen, die sich doch nie verliert und in der selbst kleinste Details wie ein Puzzleteil ins andere passen. Lediglich einige wenige Szenen waren für mich etwas überzogen und unglaubwürdig.

„Sie ließ das Haus über den Klippen schweben, so mussten es diejenigen empfinden, die in ihre Nähe durften.“ (S. 288)

Fazit

Michel Bussi konnte mich auch mit „Das Mädchen mit den blauen Augen“ überzeugen. Ein Roman, der eher wie ein Kriminalroman anmutet, mit vielen Wirrungen und falschen Fährten ohne mich als Leser dabei zu überfordern. Der Schreibstil war einnehmend und stimmungsvoll. Lediglich ein paar Szenen waren nicht ganz glaubwürdig, weshalb ich einen Punkt abziehe.

4herzen

Weitere Rezensionen:

Keeweekatbooks

Read Pack

Autor:

Michel Bussi wurde 1965 geboren. Er ist Politologe und Geograph und lehrt an der Universität in Rouen. Seine Romane haben sich international als Bestseller durchgesetzt und wurden in zwanzig Sprachen übertragen. Er wurde vielfach ausgezeichnet und gehört zu den Top-5 meistverkauften Autoren in Frankreich.

Rezensionen/Reviews

[Rezension] Die Tochter des Malers von Gloria Goldreich

3. Oktober 2015

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Die Tochter des Malers von Gloria Goldreich (c) Aufbau Verlag

Autorin: Gloria Goldreich

Verlag: Aufbau Verlag

Erscheinungsjahr: 2015

Seiten: 576

Format: Klappenbroschur

Originaltitel: The Bridal Chair

Originalveralg: Sourcebooks

Übersetzung: Kathrin Bielefeldt

Preis: 12,99 €

Als Ida, die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall, sich im Paris der 1935er Jahre in den Studenten Michel verlierbt, steht ihre innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Als Frankreich von den Deutschen besetzt wird, droht ihrer Familie tödliche Gefahr, was Marc Chagall aber durch die blinde Hingabe an seine Kunst verleugnet. Bald muss Ida das Zepter in die Hand nehmen und sich entscheiden - zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters.

Meinung

„‚Il y a toujours l’espérance‘ […]: Hoffnung - das war das schönste Geschenk das er Ida mitbringen würde.“ (S. 195)

„Die Tochter des Malers“ ist ein bibliografischer Roman über Ida, die Tochter des berühmten Malers Marc Chagall. Gloria Goldreich schafft es, streng chronologisch das aufrüttelnde, bewegende, stürmische Leben von Ida zu erzählen, ohne den Leser zu langweilen. Sie webt geschickt die historischen Geschehnisse, die Zeit rund um den Zweiten Weltkrieg und die Verbindung der Familie Chagall, insbesondere die von Marc, zur Religion und Kunst mit ein.

Während die Beziehung zwischen Ida und Marc und vor allem Idas Leben und der Weg von einer behüteten, verhätschelten Tochter zu einer starken Frau im Vordergrund des Buches steht, bringt uns Goldreich die Kunst Chagalls und die Bedeutung dahinter näher ohne das es die Erzählung stört und wie aus dem Lehrbuch wirkt.

Wir tauchen in das Leben der Chagalls im Jahr 1935 ein, als Ida in einem Ferienlager den jungen Studenten Michel kennen lernt, der ebenfalls der Sohn russischer Juden ist. Er und seine Familie werden jedoch von den Chagalls aufgrund ihrer Armut verachtet. Ida wird schwanger und von ihren Eltern zur Abtreibung und Hochzeit mit Michel gezwungen, weil sonst das Ansehen ihrer Familie auf dem Spiel steht. Dieser Moment in Ida’s Leben ist der Wendepunkt in der Beziehung von Ida zu ihrem Vater, auch wenn sich die Wandlung sehr langsam vollzieht.

Während der Kriegsjahre hinweg erleben wir, wie Ida verzweifelt versucht, ihre Eltern zu retten, sie zum Exil in Amerika zu überreden. Vom behütenden und verwöhnten Kind wird sie zu einer Frau, die kämpfen kann. Zu einer, die genau weiß, wie sie ihre Reize einsetzten kann, um ihr Überleben zu sichern. Sie ist augenscheinlich stark, unabhängig, teilweise sogar arrogant und ist nicht immer ein sympathischer Charakter. Das Wohl ihres Vaters und ihrer Mutter steht über allem, sogar über ihrem eigenen Leben. Nach und nach wird sie diejenige, die das Leben ihres berühmten, aber sehr naiven, realitätsfremden und arroganten Vaters regelt. Dabei merkt er kaum, was Ida alles tut. Sie versucht verzweifelt, Wörter der Anerkennung zu bekommen. Diese Abhängigkeit spiegelt sich bis zur letzten Zeile des Buches wieder. Dieser Kampf der jungen Ida, ihrem Vater gerecht zu werden und dennoch ihre eigene Liebe, ihr eigenes Leben zu finden.

„Sie würde immer die Tochter ihres Vaters bleiben, sie würde ihn immer lieben, doch jetzt, endlich, musste sie nur noch ihre eigenen Kinder bemuttern.“ (S. 576)

Goldreich hat die Charaktere Ida und ihre Eltern sehr authentisch und vielschichtig gezeichnet. Es ist, als erlebte man all diese Jahre gemeinsam mit ihnen. Als würde man mit ihnen an einem Tisch sitzen. Sie hat hervorragend Recherchearbeit geleistet und gibt uns einen tiefen Einblick in das Leben dieser einzigartigen Frau, die so unfassbar stark und unabhängig wirkt und doch zerbrechlich ist. Ida war dabei nicht immer sympathisch aber beeindruckt durch ihre unablässige Loyalität gegenüber ihrer Familie. Zwar wirkt das Buch an mancher Stelle etwas zu aufgebauscht, während die letzten Jahre auf wenige Seiten gequetscht werden, dennoch konnte es mich durchgehend unterhalten. Die szenischen Beschreibungen sind großartig. Goldreich schafft es stets, die momentane Atmosphäre zu transportieren. Dieses stetige Gefühl der Bedrohung und die Todesangst im zweiten Weltkrieg und später das berauschende Gefühl des Umbruchs, der dennoch von der Vergangenheit überschattet ist haben mich gebannt.

Fazit
Gloria Goldreich zieht uns mitten in das bewegende, aufregende, stürmische Leben von Ida und Marc Chagall. Dank ihr dürfen wir Ida auf ihrem Weg eines überbehüteten Kindes zu einer starken, kämpferischen, aber dennoch zerbrechlichen Frau begleiten. Ein authentischer, vielschichtiger, biografischer Roman, der hervorragend recherchiert ist, uns Geschichte und Kunst näher bringt und mich trotz zwischenzeitlicher Längen gut unterhalten konnte.

4herzen

Autorin:

Gloria Goldreich wurde für ihre zahlreichen Erzählungen, Kinder- und Jugenbücher bereits vielfach ausgezeichnet. Sie ist die Mutter von drei Kindern und lebt gemeinsam mit ihrem Mann in Tuchahoe, New York.

Weitere Rezensionen:

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Lisibooks

Rund ums Lesen

Herbstvorschau 2015 Aufbau Verlag

14. September 2015

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So langsam neigt sich der Sommer dem Ende zu und es wird Zeit, sich anzusehen, welche Bücher so im Herbst in der Pipeline stehen. Heute starte ich mit meinen ausgewählten Büchern aus dem Aufbau Verlag. Die Rechte an den Covern und Inhaltsangaben liegen beim Aufbau Verlag.

Schwarzes Gold aus Warnemünde - Harald Martenstein, Tom Peuckert

Schwarzes Gold aus Warnemünde von Harald Martentein und Tom Peuckert (c) Aufbau Verlag

Schwarzes Gold aus Warnemünde von Harald Martentein und Tom Peuckert (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

Im Herbst 89 wird nahe der Ostseeküste ein riesiges Ölvorkommen entdeckt. Die DDR überlebt nicht nur – sie ist plötzlich das reichste Land der Welt, reicher als Saudi-Arabien. Doch das schwarze Gold bringt nicht nur Segen.
2015 feiert die DDR 25 Jahre Erdöl-Sozialismus – beneidet von ihren Brüdern und Schwestern im verarmten Westen. Dank ihres Wagemuts und wechselnder Identitäten gelingt zwei Reportern, wovon viele nur träumen: ein Blick hinter die Kulissen. Der Westdeutsche Martenstein und der systemkritische DDR-Bürger Peuckert lernen die Schattenseiten des Imperiums kennen – ganz oben und ganz unten. Sie gehören zu jenen Wanderarbeitern, die ihre Körperkraft feilbieten auf den Prunktellern des Petro-Kommunismus. Als Masseur, Portier, Broilerbrater werden sie buchstäblich wie »der letzte Dreck« behandelt. Als Undercover-Reporter werden sie von den Mächtigen hofiert. Trotz aller Demütigungen und Gefahren begegnen ihnen aber auch Freundschaft und, ja, Liebe.
Davon berichten sie in ihrem aufrüttelnden Buch, das viele bisher unveröffentlichte Reportagen enthält und dessen sämtliche Einnahmen der Minolpirol-Stiftung zufließen.

Starring:
Hartmut Mehdorn als Robotron-Chef

 


 

Kaddisch für mein Schtetl - Harald Martenstein, Tom Peuckert

Kaddisch für mein Schtetl von Grigori Kanowitsch (c) Aufbau Verlag

Kaddisch für mein Schtetl von Grigori Kanowitsch (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

„Kanowitsch lässt eine Welt wiederauferstehen, die es längst nicht mehr gibt.“ FAZ

Ein wunderschöner Familienroman voller Poesie und Altersweisheit über die letzten zwanzig Jahre des Schtetls in Osteuropa. Ein anrührendes und sehr poetisches Denkmal für ein verschwundenes Stück jüdischen Lebens.

Der junge Schneider Schlejmke wird für zwei Jahre in die litauische Armee eingezogen, doch seine Liebe zu Chenka überdauert diese Zeit. Schließlich setzt er sich gegen seine strenge Mutter Rocha durch und darf seine Chenka heiraten. Ihr gemeinsamer Sohn Girschele – Grigori Kanowitsch selbst – erzählt die Geschichte seiner Familie in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, die zugleich die Geschichte vom Untergang des Schtetls in Osteuropa ist. Ein warmherziger, nostalgischer Blick zurück. Trotz der Umwälzungen und Bedrohungen der Zeit nicht im Zorn, sondern mit viel Sympathie und ein wenig Wehmut erzählt.

„Ich bin kein jüdischer Schriftsteller, weil ich russisch schreibe, kein russischer Schriftsteller, weil ich über Juden schreibe, und kein litauischer Schriftsteller, weil ich nicht auf Litauisch schreibe.“ Grigori Kanowitsch

 


Lady Africa - Paula McLain

Lady Africa von Paula McLain (c) Aufbau Verlag

Lady Africa von Paula McLain (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

Die Frau, die den Himmel bezwang:

Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig wie ein Kipsigis-Junge und hat von ihrem Vater alles über Rassepferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hutton, das Abenteuer ihres Lebens.

Die Autorin des internationalen Bestsellers „Madame Hemingway“ erzählt in diesem großen Afrika-Epos die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte.

 


Mann möchte immer weinen und lachen in einem - Victor Klemperer

Mann möchte immer weinen und lachen in einem von Victor Klemperer (c) Aufbau Veralg

Mann möchte immer weinen und lachen in einem von Victor Klemperer (c) Aufbau Veralg

Inhaltsangabe:

Eine sensationelle Erstveröffentlichung:
Einer der scharfsichtigsten Chronisten deutscher Geschichte über die »wilden Münchner Tage« 1919

„Eine unentbehrliche Lektüre.“ Christopher Clark

„Man ist sofort eingenommen von Klemperers Ton.“ Daniel Kehlmann

Zum ersten Mal gedruckt: Victor Klemperers Schilderung des Chaos nach dem Ersten Weltkrieg und des Scheiterns der Münchner Räterepublik. Solch genaue, anschauliche Momentaufnahmen aus der belagerten Stadt findet man nirgendwo sonst. Ein bewegendes, mit Spannung zu lesendes Gesamtbild von diesem entscheidenden Wendepunkt der deutschen Geschichte – aus der Revolution von 1918/19 ging nicht nur die erste deutsche Demokratie hervor, zugleich kündigte sich in ihr das kommende Unheil an.

Mit einem Vorwort von Christopher Clark und einem historischen Essay von Wolfram Wette


Lager - Angela Rohr

Lager von Angela Rohr (c) Aufbau Verlag

Lager von Angela Rohr (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

In ewiger Verbannung

Unter all den Schilderungen aus dem Gulag ragt dieser erschütternde autobiographische Roman einer österreichischen Autorin und Ärztin heraus, die von Anfang an das System Gulag durchschaut und gnadenlos kühl beobachtet, wie ihre Heldin zu überleben versucht, um „das Gedächtnis für alle Zeit zu sein“.

„Der Name Rohr gehört in jenes Firmament von Schrecken und Schönheit, dessen Fixsterne Franz Kafka und Primo Levi, Jorge Semprun und Warlam Schalamow heißen. Angela Rohrs Stern ist kleiner. Aber er leuchtet in der gleichen hellen Unerbittlichkeit.“ Elke Schmitter, DER SPIEGEL

Als die namenlose deutsche Ich-Erzählerin 1942 in ein Lager des Gulag gebracht wird, gerät sie in eine Welt jenseits aller Normalität. Von nun an ist Rechtlosigkeit das einzige Gesetz. Sie wird als Ärztin in Lazaretten arbeiten, fast ohne Medikamente, ohne brauchbare Instrumente. Hunger und Kälte ist sie ebenso ausgeliefert wie der erbarmungslosen Lagerhierarchie. Als ihre völlig ungerechtfertigte Strafe abgebüßt ist, erwartet sie die „ewige Verbannung“ – eine andere Art von Unfreiheit, nicht weniger demütigend und gefahrvoll.
Eine Drachenhaut aus Gefühlskälte soll sie schützen, doch die bekommt Risse, wenn unter dem Hass und der Niedertracht ringsum manchmal Reste von Zuneigung und Hilfsbereitschaft aufleuchten. – Angela Rohr hat mit diesem bereits 1964 geschriebenen autobiographischen Roman ein grandioses Dokument des Überlebenswillens unter düstersten Umständen hinterlassen.


Bosporus reloaded - Karen Krüger, Anna Esser

Bosporus Reloaded von Karen Krüger und Anna Esser (c) Aufbau Verlag

Bosporus Reloaded von Karen Krüger und Anna Esser (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

Wohin steuert die Türkei?

Die Türkei ist als Brücke zwischen Europa und der islamischen Welt für uns von großer Bedeutung. Drei Millionen Menschen türkischer Herkunft leben in Deutschland. Dieses Buch hilft, die innertürkischen Veränderungen, aber auch das Leben und die Konflikte innerhalb der türkischen Community in Deutschland zu verstehen. Ein erhellender Generationenbericht, der mit Klischees aufräumt.
Zwei Jahre nachdem im Frühsommer 2013 die Proteste gegen die Regierung Erdogan und die Zerstörung des Istanbuler Gezi-Parks ausbrachen, werfen die Autorinnen einen Blick auf die junge Türkei, auf kulturelle, ökologische, wirtschaftliche Entwicklungen, die das Land grundlegend verändern.
Ost und West, Okzident und Orient prallen am Bosporus aufeinander. Vor allem seit die muslimisch-konservative Partei unter Recep Erdogan die Regierung stellt, scheint es, als habe sich der Druck auf die junge Generation erhöht, sich künstlerisch und persönlich zu entfalten und einer Entwicklung gegenzusteuern, deren Triebkräfte die engen Moralvorstellungen und finanziellen Interessen des türkischen Staatspräsidenten sind. Ein erhellender Generationenbericht, der mit gängigen Klischees aufräumt.

Aus dem Inhalt:

Kunst in der Türkei: Malt jetzt bloß nichts Nacktes!
Stadtplanungswahnsinn: Morgen kommt die Abrissbirne
Religion: Marx und Moschee
Ausgehen in Istanbul: Die Berghains von Istanbul
Mit falschem Trikot im falschen Stadtteil: Istanbul United
Frauen und Familie: Mir geht’s gut, Mama!


Die Tochter des Malers - Gloria Goldreich

Die Tochter des Malers von Gloria Goldreich (c) Aufbau Verlag

Die Tochter des Malers von Gloria Goldreich (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

Ein Roman wie ein Gemälde von Marc Chagall: voller Poesie, Träume und Liebe

Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters.

Bewegend, mitreißend, voller Tragik – und eine wahre Geschichte


Liebe am Papierrand - Yoko Ogawa

Liebe am Papierrand von Yoko Ogawa (c) Aufbau Verlag

Liebe am Papierrand von Yoko Ogawa (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

Der Klang der Liebe

Eine junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen fühlt, und da das Reden mit ihm ihre Ohren zu heilen scheint, bittet sie ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rätsel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat …

“Tauchen Sie ein in Ogawas Welt!“ The New York Times Book Review

Eine junge Frau mit einer rätselhaften Ohrenkrankheit lernt einen Stenographen kennen. Die beiden kommen sich näher, und er berichtet ihr von der dunklen Vergangenheit des Hauses, in dem sie sich getroffen haben. Es gehörte einer Fürstenfamilie, deren kleiner Sohn einst vom Balkon stürzte. Jahrelang lag das Kind schwerverletzt in einem der Zimmer, in das der Fürst unzählige Blumen pflanzen ließ, da der Duft der Blüten das Leid des Jungen linderte. Auch die Frau meint den Duft des längst verblühten Jasmins wahrzunehmen. Sie bittet den Stenographen, fortan ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, wobei das Reden mit ihm ihre kranken Ohren zu heilen scheint. Mit seiner Hilfe vermag sie, ihre Erinnerungen zu entwirren. Doch schon bald erkennt sie, dass sie ihn zu verlieren droht …
Ein zauberhafter Roman über eine außergewöhnliche Liebe und die Macht unserer Erinnerungen.

 


 

Der alte dem Kugeln nichts anhaben konnten - Daniel Friedman

Der Alte dem Kugeln nichts anhaben konnten von Daniel Friedman (c) Aufbau Verlag

Der Alte dem Kugeln nichts anhaben konnten von Daniel Friedman (c) Aufbau Verlag

 

Inhaltsangabe:

Danke für diesen sympathischen 87-jährigen Klugscheißer

„Wenn man die Chance hat, nichts zu tun, sollte man sie immer ergreifen.“

Seit sein Sohn gestorben ist, sitzt er am liebsten auf seinem Sofa, raucht eine Stange Lucky Strike am Tag und schaut Fox News. „Leidenschaft macht so viel Mühe“, ist sein Credo. Bis ihm sein Kriegskamerad Jim auf dem Sterbebett beichtet, dass sein Peiniger, der Lageraufseher Heinrich Ziegler, damals in einem Mercedes voller Nazigold fliehen konnte und noch lebt. Jim bittet Buck, ihn zu rächen. Buck denkt gar nicht daran, er ist inzwischen 87, und seine letzte Heldentat liegt 40 Jahre zurück. Aber nicht nur er hat von dem ominösen Gold erfahren. Der Schwiegersohn des Verstorbenen will Buck zu einer gemeinsamen Schatzsuche überreden. Der Pfarrer, Dr. Lawrence Kind, klopft eines Abends an die Tür und bittet um einen Anteil von dem Gold. Er muss seine Spielschulden bezahlen. Als er kurz darauf tot in seiner Kirche aufgefunden wird, ist auch Buck klar, dass er sich nicht so leicht aus der Sache wird heraushalten können. Dann ruft auch noch Bucks Enkel Tequila aus New York an, um ihn zu einer gemeinsamen Schatzsuche zu überreden. Es ist der Beginn eines turbulenten Verwirrspiels, aber auch der Beginn einer Freundschaft zwischen einem raubeinigen Großvater und seinem unterschätzten Enkel.

 


 

Der Alpdruck - Hans Fallada

Der Alpdruck von Hans Fallada (c) Aufbau Verlag

Der Alpdruck von Hans Fallada (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

Berlin, Stunde null – ein bedeutender Fallada

Ein fast vergessener Roman und ein tief bewegendes Zeugnis: Niemand hat die Monate des Zusammenbruchs 1945/46 so eindringlich geschildert wie der Autor von „Jeder stirbt für sich allein“. Dieses Buch über die verworrene Zeit zwischen Krieg und Frieden, in der mecklenburgischen Provinz und ganz besonders in der für ihre historische Schuld abgestraften Stadt Berlin, ist in seiner dennoch menschlich warmen und zugleich lebensnahen Schilderung ein echter Fallada.

April 1945: Der Krieg ist vorbei, doch nachts verfolgen den Schriftsteller Dr. Doll Träume vom Bombentrichter, der ihn nicht freigibt. Er will etwas tun gegen den Alpdruck der Mitschuld, doch er kann es niemandem recht machen als Bürgermeister einer Kleinstadt, eingesetzt von der Roten Armee. Er stiehlt sich fort und flüchtet in den Drogenrausch. Im Chaos des zerbombten, nur auf dem Schwarzmarkt funktionierenden Berlin entgleitet ihm seine junge, morphiumsüchtige Frau, und er hat um zwei Leben zu kämpfen, als er zaghaft beginnt, wieder an eine Zukunft zu glauben.

Erst nachdem sich Fallada den „Alpdruck“, die Geschichte des erkennbar eng aus seinem eigenen Erleben geschöpften Protagonisten Dr. Doll, von der Seele geschrieben hatte, konnte er sich der Arbeit an „Jeder stirbt für sich allein“ stellen.
Mit einem Vorwort und Hintergrundmaterial.


Die Gierigen - Karine Tuil

 

Die Gierigen von Karine Tuil (c) Aufbau Verlag

Die Gierigen von Karine Tuil (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

Die Lügen des Lebens – das Meisterwerk aus Frankreich

Nina, Samuel und Samir – mit zwanzig Jahren sind die drei Freunde unzertrennlich, sie teilen dieselben Werte, erträumen sich eine Zukunft, in der sie ihre Ideale verwirklichen werden. Nina und Samuel sind ein Paar, doch als Nina eine leidenschaftliche Affäre mit Samir beginnt, sind Liebe, Freundschaft und Vertrauen zerstört. Samir verschwindet aus Frankreich und aus dem Leben der beiden Freunde – bis sie ihn zwanzig Jahre später durch Zufall im Fernsehen wiedersehen. Samir lebt als Staranwalt in New York, er trägt maßgeschneiderte Anzüge und das Lächeln der Erfolgreichen zur Schau, während Nina und Samuel ein tristes Dasein am Rand der Gesellschaft führen. Samuel brennt vor Eifersucht, zumal der Aufstieg des Rivalen auf seiner eigenen tragischen Lebensgeschichte beruht. Und so initiiert er ein Treffen in Paris, um sich an Samir zu rächen – doch am Ende fordert das Schicksal jeden Einzelnen zur Rechenschaft.
Ein großer Gesellschaftsroman über die Lügen des Lebens, über Schein und Sein, über Liebe und Verrat, über zerstörerische Ambitionen und das Scheitern daran. Ein aufwühlendes, „in seiner Intensität überwältigendes Buch“ (Les Inrockuptibles).


Der Sommer der Schmetterlinge - Adriana Lisboa

Der Sommer der Schmetterlinge von Adriana Lisboa (c) Aufbau Verlag

Der Sommer der Schmetterlinge von Adriana Lisboa (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

Die Unmöglichkeit des Vergessens

Ein fesselnder, poetischer Roman über große Gefühle und dunkle Leidenschaften: Nach Jahren treffen sich die beiden ungleichen Schwestern Maria Inês und Clarice wieder, um das Unerklärliche zu klären, das ihr Leben geprägt hat.
Die beiden Mädchen wachsen in einem wohlhabenden Elternhaus auf einer Fazenda im Landesinnern des Bundesstaates Rio de Janeiro auf. Ihre Kindheit verläuft scheinbar harmonisch und behütet, tatsächlich aber ist ihre Welt bestimmt von den „verbotenen Dingen“, die man nicht aussprechen darf. Und so teilen Clarice und Maria Inês dunkle Geheimnisse, die jeden ihrer Schritte begleiten.
Mit den Jahren verlieren sie sich aus den Augen, die eine lebt als Ärztin in Rio, die andere auf der heimatlichen Fazenda. Erst nach dem Tod der Eltern treffen die Schwestern in einer schicksalhaften Nacht wieder aufeinander und bringen all die unausgesprochenen Wahrheiten endlich ans Licht.
„Der Sommer der Schmetterlinge“ erzählt in starken Bildern und mit viel Atmosphäre von Abhängigkeiten und Abgründen in Zeiten der Diktatur und Repression.


Die Frau mit dem roten Schal - Michel Bussi

Die Frau mit dem roten Schal von Michel Bussi (c) Aufbau Verlag

Die Frau mit dem roten Schal von Michel Bussi (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

»Michel Bussi, der neue Star!« Nouvelle Observateur

Jamal sieht zuerst nur den roten Schal. Dann die verzweifelte junge Frau, die am Rand der Klippen steht. Er will sie retten, wirft ihr den Schal zu. Doch die Frau springt. Und niemand glaubt ihm seine Geschichte, denn es sind bereits zwei Frauen zu Tode gekommen, nach exakt dem gleichen Muster. Verzweifelt versucht Jamal zu beweisen, dass er nichts mit dem Tod der Frau zu tun hat, aber alles spricht gegen ihn. Und schon bald weiß er selbst nicht mehr, was wahr ist und wem er noch vertrauen kann …

Ein hochspannendes und emotionales Spiel zwischen Schein und Wirklichkeit.


Florian Berg ist sterblich - Janko Marklein

Florian Berg ist sterblich von Janke Marklein (c) Aufbau Verlag

Florian Berg ist sterblich von Janke Marklein (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

„Janko Marklein ist ein phänomenaler Chronist der Abgründe westdeutscher Jugend.“ Olga Grjasnowa

Florian Berg möchte sprechen und kann oft nur stottern. Er will manchmal rennen, aber stolpert still vor sich hin. Er will sogar küssen und sieht doch zuerst den Leberfleck über Lines Mund. Er ist der beispielhafte Antiheld seiner Generation: matt, witzig, böse und voller Sehnsucht. Ein sauguter Debütroman, voller Komik und Wahrheit.

Florian Berg ist der menschgewordene Widerspruch. Kein Wunder bei diesen Eltern. Der Vater ist Pastor und in ihrer niedersächsischen Gemeinde für die Hochzeiten zuständig, die Mutter ist Pastorin und übernimmt die Beerdigungen. Florian zieht zum Studium nach Leipzig, doch die Widersprüche ziehen mit: Er ist Couch-Potato und Abenteurer, fühlt sich zu Mädchen hingezogen und von ihnen abgestoßen, er sehnt sich nach Liebe und hat Angst vor ihr. Bis er sich eines Tages von der Couch erhebt und auf große Tour geht. Kaum unterwegs, stellt er fest, dass er die größte Rechnung noch mit sich selbst begleichen muss.


Auerhaus - Bov Bjerg

Auerhaus von Bov Bjerg (c) Aufbau Verlag

Auerhaus von Bov Bjerg (c) Aufbau Verlag

Inhaltsangabe:

„Gelegentlich, sehr selten, gibt es Bücher die sind wie Songs. Man möchte das Auge, ähnlich wie man die Nadel bei Singles wieder auf den Anfang der Rille setzt, sofort wieder auf den Beginn der ersten Seite setzen. Und `Auerhaus` ist genau so ein Buch.“ Robert Stadlober

„Wir sollten alle im Auerhaus wohnen.“ David Wagner

„Auf berührende Weise zeigt Bov Bjerg, daß der Tod letztlich nur eine Erinnerung ist, an das Leben, das wir geführt haben.“ Horst Evers

„Das hat einen guten Sound, das hat Kraft. Und plötzlich bin ich wieder 17, 18 wie die Romanhelden, Wildheit der Jugend, will mit ihnen aufbrechen, ausbrechen, lieben, Unsinn machen.“ Clemens Meyer

„Auerhaus zeigt, dass die Kostbarkeit einer Gemeinschaft aus den Besonderheiten der Einzelnen erwächst. Ein schönes und ein warmherziges Buch.“ Terézia Mora

„Ein schöner Bericht über jene schweren Jahre, die man Jahrzehnte später als die besten Jahre bezeichnet.“ Christoph Hein

Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth - School - Work - Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf - unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll.

Bov Bjerg erzählt mitreißend und einfühlsam von Liebe, Freundschaft und sechs Idealisten, deren Einfallsreichtum nichts weniger ist als Notwehr gegen das Vorgefundene. Denn ihr Ringen um das Glück ist auch ein Kampf um Leben und Tod.


Rezensionen/Reviews

[Rezension] Die Frau mit dem roten Schal von Michel Bussi

11. September 2015

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 Die Frau mit dem roten Schal von Michel Bussi (c) Aufbau Verlag

Die Frau mit dem roten Schal von Michel Bussi (c) Aufbau Verlag

 

Autor: Michel Bussi

Verlag: Aufbau

Erscheinungsjahr: 2015

Format: Klappenbroschur

Seiten: 363

Originaltitle: N’oublier jamais

Originalverlag: Presse de la Cité

Preis: [D] 14,99 €

Zuerst sieht Jamal nur den roten Schal. Doch dann auch die verzweifelte junge Frau, die am Rande der Klippen steht. Er wirft ihr den Schal zu, will sie retten. Aber sie springt. Doch niemand glaubt seine Geschichte, denn vor einigen Jahren sind bereits zwei andere Frauen nach exakt dem gleichen Muster zu Tode gekommen. Jamal versucht verzweifelt zu beweisen, dass er nichts mit dem Tod der Frau zu tun hat, doch alles spricht gegen ihn. Bald weiß er nicht mehr, was wahr ist und wem er noch vertrauen kann.

Meinung

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Schreibstil

Michel Bussi schreibst sehr schlicht, aber dennoch auch geheimnisvoll. Seine Beschreibungen von Orten und Personen sind einzigartig. Die Geschichte wird von Jamal erzählt und springt immer wieder zwischen den Zeiten. Zusätzlich wird sie unterbrochen von Polizeiberichten, die Jamal von einem oder einer Unbekannten zugesteckt werden. Selbst diese hat Bussi in seinem literarischen Schreibstil gehalten, statt in der typischen Beamtensprache, was mir gut gefallen hat.

Geschichte und Charaktere

Jamal ist ein sehr einzigartiger Charakter, den man so sonst nicht trifft. Oft ist es so, dass Charaktere sich einander ähneln, dass man bei einem Buch denk, ja so in der Art hab ich das schon gelesen. Jamal ist da ganz anders, ich kann noch nicht mal genau beschreiben wieso. Auch die anderen Charaktere, egal ob sie nun viel vorkamen oder nicht, hatten alle etwas Besonderes, vor allem Mona. Sie hatte etwas sehr geheimnisvolles an sich und hat mir ebenfalls gut gefallen.

Jamal ist nur für wenige Tage in Yport, und trainiert jeden Morgen für den schwersten Lauf der Welt - obwohl er nur ein Bein hat. Eines morgens sieht er dort ein wunderschönes Mädchen am Rande der Klippen stehen und einen roten Schal, den sie auf ihrer Flucht scheinbar verloren hat. Er nimmt ihn mit, geht langsam auf sie zu und spricht sie an, will sie daran hindern, wirklich zu springen. Er reicht ihr den Schal, damit sie sich daran festhalten kann. Doch sie reißt ihm den Schal aus den Händen und springt. Am Fuße der Klippen sieht er nur noch ihre Leiche liegen, gemeinsam mit zwei andern Zeugen, die am Strand spazieren gingen.

(c) Aufbau Verlag

Doch die Polizei will seine Geschichte, sie wäre freiwillig gesprungen, nicht glauben. Denn vor zehn Jahren gab es schon einmal zwei solcher Fälle, die nach dem selben Muster abliefen. Verzweifelt versucht er, seine Unschuld zu beweisen und verstrickt sich immer tiefer in ein Netz voller Geheimnisse. Bis er anfängt selber an sich zu zweifeln, selber nicht mehr weiß, was wahr ist und was nicht. Ist er doch ein Mörder? Wird er verrückt? Was ist die Wahrheit? Will ihm jemand eine Falle stellen?

Fragen über Fragen, die auch mich als Leser stets in Atem hielten und mich immer wieder auf die falsche Fährte führten. Bussi schafft es zu erst langsam und gemächlich zu starten und einen quasi in Sicherheit zu wiegen, bis dann plötzlich alles Schlag auf Schlag geht. Bis eine Wirrung nach der anderen auftaucht und auch mich als Leser immer mehr daran zweifeln lässt, wer nun gut und böse ist, was nun wahr und falsch ist. Mich konnte Bussi von der ersten bis zu letzten Seite fesseln und mehrfach überraschen. Das Ende hat dem Ganzen dann aber noch die Krone aufgesetzt.

(c) Aufbau Verlag

Fazit

Michel Bussi hat einen Roman voller Wirrungen, Fragen und Geheimnisse erschaffen. Er konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und stets aufs neue verwirren. Mit seinem Charakter Jamal und dem Ende hat er mich begeistert und rundet das ganze mit einem schlichten, aber einnehmenden Schreibstil ab.

5herzen

Autorin:

Michel Bussi wurde 1965 geboren. Er ist Politologe und Geograph und lehrt an der Universität in Rouen. Seine Romane haben sich international als Bestseller durchgesetzt und wurden in zwanzig Sprachen übertragen. Er wurde vielfach ausgezeichnet und gehört zu den Top-5 meistverkauften Autoren in Frankreich.

Weitere Rezensionen:

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Rezensionen/Reviews

[Rezension] Nachts von Mercedes Lauenstein

28. August 2015

(c) Aufbau Verlag

 

Autorin: Mercedes Lauenstein

Verlag: Aufbau

Erscheinungsjahr: 2015

Format: Hardcover

Seiten: 190

Eine junge Frau streift jede Nacht durch die Stadt. Sie ist auf der Suche nach Etwas und weiß eigentlich gar nach was. Sie denkt, dass sie es vielleicht hinter diesen letzten erleuchteten Fenstern finden kann. Sie klingelt und begegnet dabei Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit und Menschen, die nachts erst richtig leben, wenn um sie herum alles still und dunkel ist.

„Für einen Moment kippt meine Wahrnehmung der Nacht. Die Nacht ist plötzlich kein Ende mehr, kein toter Punkt, sondern etwas Neues. Nichts Dunkles, sondern etwas Helles.“ (S. 24)

Meinung

Mercedes Lauenstein schreibt sehr gefühlvoll, voller Metaphern und Wahrheiten, die einem unter die Haut kriechen. Sie schreibt beruflich Reportagen und Essays, was man vom ersten Satz an merkt. Das ganze Buch ist eine Sammlung kleiner Kurzgeschichten, die schon wie eine sehr bewegende, realitätsnahe Reportage anmuten. Es ist, als würden die Mensch in diesem Buch wirklich existieren, als könnte ich wie die namenlose Erzählerin einfach nachts bei ihnen klingeln und Hallo sagen.

Die junge, namenlose Erzählerin nimmt uns nacht für nacht mit zu fremden Menschen. Menschen, die auch sie selbst nicht kennt. Sie erzählt ihnen, sie sei eine Forscherin, die herausfinden will, warum manche Leute nachts wach sind. Jede Nacht, mal um kurz nach eins, mal um kurz vor fünf, sucht sie nach diesem einen, letzten erleuchteten Fenster. Sie klingelt. Einige begegnen ihr mit Skepsis, doch schließlich lässt sie jeder herein. Sie alle fangen an, ihre Geschichte zu erzählen.

„Die Nacht mag ich nicht. Es ist, als würden die Leute nachts aus ihren Häusern verschwinden, in ein Land gehen, zu dem ich keinen Zugang habe, und mich hier den bösen Geistern zum Fraß überlassen.“ (S. 101)

Das Buch ist keine zusammenhängende Geschichte, sondern jeder dieser 25 Personen bekommt seine eigene, in sich abgeschlossene Geschichte, seine eigene Nacht. Das lässt den Leser tief in die Geschichte jedes einzelnen eintauchen. Wir lesen von Menschen, die einsam sind, Menschen, die nicht schlafen können, die von Ängsten oder Kummer geplagt sind oder die die Nacht einfach nur lieben. Von Leuten, die ankommen, die aufbrechen, die einschneidende Erlebnisse hatten und deswegen in diesem Moment nicht schlafen. Jeder einzelne von ihnen ist dabei so wahnsinnig authentisch. Mercedes Lauestein schreibt so real, dass ich mich fühlte, als würde ich selber gerade mit auf dem Bett, dem Balkon, am Fenster, dem Küchentisch sitzen und der Erzählung der jeweiligen Person lauschen.

(c) Aufbau Verlag

Nur eine, eine berichtet uns ihre Geschichte bis zum Schluss nicht- die Erzählerin selbst - nur in den letzten Zeilen, in der letzten Nacht, kommt heraus, warum sie das ganze wirklich macht und das konnte mich trotz leiser Ahnungen sehr überraschen.

Fazit

Mercedes Lauenstein ist ein wunderbares, gefühlvolles, emotionsgeladenes und dennoch sanftes und ruhiges Debüt gelungen. Ein Debüt, dass dem Leser das Gefühl gibt, ein tiefgründige, emotionale Reportage zu realen Menschen zu lesen. Mit einem wunderbar klaren, sanften Schreibstil, der still vor sich hin plätschert und realitätsnahen Charakteren mit einzigartigen Geschichten.

5herzen

Weitere Rezensionen:

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Autor:

Mercedes Lauenstein wurde 1988 in Kappen an der Schlei geboren. Seit 2009 arbeitet sie in der jetzt-Redaktion der Süddeutschen Zeitung. Als freie Autorin schreibst sie Essays und Reportagen für verschiedene Magazine und Zeitungen. Sie lebt in München.

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