Montag ist und damit startet die Woche wieder mit der Montagsfrage von Libromanie

Bei der Montagsfrage von letzter Woche, wann Rezensionen gelesen werden, entdeckte Nina, das viele Blogger Rezensionen gar nicht oder nur nach dem Buch lesen. Ich gehöre zwar auch zu denen, die eine Rezension oft hinterher liest, aber nur wenn ich bereits weiß, das ich diese Buch haben will. Um neue Schätze zu entdecken und auch eine große Bandbreite an Genres abzudecken, lese ich sie aber vorher und konnte damit schon so manches Lieblingsbuch entdecken. Deshalb finde ich es auch sehr erstaunlich, das es viele gibt, die gar keine Rezensionen lesen…Das hat Nina berechtigterweise zu der Frage geführt:
“Warum schreibst du Rezensionen?”
Ich habe meinen Blog zwar erst seit knapp drei Wochen, kann es mir aber jetzt schon kaum noch vorstellen, wie es ohne war. Ich liebe Bücher, ich liebe es über sie nachzudenken, über sie zu reden und zu diskutieren und deshalb macht es mir auch riesigen Spaß über sie zu schreiben.
Mir gehts es nach dem Lesen eines Buches oft so, dass ich quasi erst mal einen “Buchhangover” habe. Wenn das Buch gut war und mich mitgerissen hat, dann bin ich traurig, weil es einfach zu Ende ist. Wenn das Buch ein überraschendes oder ein trauriges Ende hat oder einen völlig anderen Weg ging, als ich erhofft hatte, dann bin ich wütend und enttäuscht. Gleichzeitig freue ich mich aber, wenn ich ein Buch abgeschlossen habe und würde am liebsten stundenlang noch den Gedanken dazu nachhängen. Deshalb habe ich angefangen, Rezensionen zu schreiben. Sie sind für mich die ideale Möglichkeit, meinen “Buchhangover” zu kurieren. Sie bieten mir die Gelegenheit, alles noch einmal zu reflektieren und eben schriftlich noch einmal Revue zu passieren, was ich gelesen habe. Sie helfen mir, mit dem Buch abzuschließen. Ohne das Schreiben der Rezension, könnte ich nicht mit einem neuen Buch beginnen. Ich empfand es schon immer als einen kleinen Verrat an dem gerade gelesenen Buch, wenn ich sofort mit einem neuen angefangen habe ohne das andere erst zu würdigen bzw. kritisch zu hinterfragen.
Der zweite Grund ist, dass ich mit anderen meine Begeisterung zu Büchern teilen möchte und mit sovielen Büchernerds wie möglich in Kontakt treten möchte. Wenn ich dabei noch andere für ein Buch interessieren kann und bei der Entscheidung für oder gegen ein Buch helfen kann, dann ist das für mich das Tüpfelchen auf dem i oder die Schokolade auf dem Eis :-).
Ich schreibe Rezensionen also für mich, um meinen “Buchhangover” zu kurieren, um zu reflektieren aber auch um später einmal erneut in Erinnerungen zu einem Buch zu schwelgen. Aber gleichzeitig schreibe ich auch für alle Leser.
Und wie sieht es bei euch aus? Warum schreibt ihr Rezensionen?




